Medienrecht

ARD will mit Kodex gegen Korruption vorgehen

Mit einem internen Revisionsbericht wollen die Intendanten der ARD künftig gegen Korruption vorgehen. Damit soll mehr Transparenz bei der Auftragsvergabe geschaffen und eine missbräuchliche Vergabepraxis unterbunden werden.

Der WDR bestätigte den Bericht, der unter Federführung von Sender-Justiziarin Eva-Maria Michael erstellt wurde, gegenüber dem Branchenmagazin Werben & Verkaufen (W&V).

© Martin Schumann - Fotolia.com

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In dem Bericht konzentriere man sich im wesentlichen auf die Aspekte Vieraugenprinzip, Transparenz und Funktionstrennung. „Wichtige Entscheidungen oder kritische Arbeitsschritte sind mindestens von zwei Personen durchzuführen“, zitiert W&V den Bericht. Laut W&V gibt der interne Bericht Empfehlungen und zeigt „bewährte Praktiken für eine sichere und ordnungsgemäße Beschaffung von Auftragsproduktionen“.

Die Initiative der unabhängigen Produzenten hatte bereits im letzten Jahr einen solchen Kodex für die öffentlich-rechtlichen Sender gefordert und einen Entwurf vorgelegt. Dieser orientierte sich am “Code of Practice” der BBC.

Der WDR sagte gegenüber W&V, dass ein Großteil der Empfehlungen bereits angewandt werde, man arbeite an der Umsetzung von Einzelaspekten. Der Revisionsbericht liege den Intendanten seit einem Jahr vor, so die Meldung von W&V weiter. Nun wollen man ihn jedoch den WDR-Gremien zur Verfügung stellen.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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