Medienrecht

ARD und ZDF verteidigen Auftragsvergabepraxis

Nachdem die vier unabhängigen Produzentenverbände AG Dokumentarfilm (AG DOK), film & fernsehproduzentenverband nrw e.v., Verband Deutscher Filmproduzenten e.V. und VFFVmedia/Verband der Fernseh-, Film-, Multimedia- und Videowirtschaft e.V., den Entwurf eines Verhaltenskodex für die Vergabe von Auftragsproduktionen durch öffentlich-rechtliche TV-Sender in Deutschland vorgelegt haben, reagieren nun ARD und ZDF.

Nach Angaben des Branchenmagazins „Blickpunkt Film“ bekräftigt die ARD in einer Stellungnahme, dass keine Produktionsaufträge willkürlich vergeben, noch Tochterunternehmen bevorzugt werden würden. Zudem sei bereits ein „hohes Maß an Transparenz“ aufgrund interner Regelungen sichergestellt, so die Meldung weiter.

Beispielsweise lege der WDR jedes Jahr dem Rundfunkrat einen detaillierten Bericht über die Auftragsvergabe vor. Nach eigenen Angaben gehen demnach rund 90% des WDR- Produktionsbudgets an unabhängige Produzenten, so die Meldung weiter.

Erst kürzlich hatte das ZDF mit der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen neue Rahmenbedigungen für Dokumentationen und fiktionale Produktionen festgelegt. Darauf verwies das ZDF in seiner Stellungnahme: „Die Rahmenbedingungen für unabhängige Auftragsproduzenten sind dabei fortlaufend verbessert worden“, so die Angaben von Blickpunkt: Film.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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