Medienrecht

ARD und Produzentenallianz wollen Korruption bekämpfen

Das ARD und die Produzentenallianz haben sich auf Leitlinien zur konsequenten Bekämpfung von Korruption verständigt. Außerdem sollen mehr Transsparenz und angemessene Preise gewährleistet werden.

ARD und Produzentenallianz wollen Korruption bekämpfen ©-Thomas-Jansa-Fotolia

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ARD und Produzentenallianz haben sich auf Leitlinien verständigt, um ihre Zusammenarbeit zu vertiefen. Im Zentrum steht das Bekenntnis der Partner, gemeinsam hochwertige Programminhalte für die Senderfamilie ARD herzustellen. Sie verpflichten sich, dies zu angemessenen und marktgerechten Preisen zu tun.

Ein zentraler Punkt der Leitlinien ist das gemeinsame Bekenntnis von Produzentenallianz und ARD, konsequent Korruption vorzubeugen. Beide Partner haben verabredet, sich bei Verdachtsmomenten zu informieren.

Produzentenallianz und ARD wollen die Transparenz durch einen jährlichen Produzentenbericht deutlich verbessern. Darin sollen die Aufwendungen für Auftrags-, Co- und Lizenzproduktionen dokumentiert werden.

Der ARD-Vorsitzende und NDR Intendant Lutz Marmor betonte bei der Vorstellung der Leitlinien in Bremen: „Die ARD und die Produzenten stehen gemeinsam für ein qualitativ hochwertiges Programm. Wir arbeiten erfolgreich zusammen. Dazu gehört auch ein vertrauensvoller und offener Umgang miteinander. Das heißt: Faire und realistische Preise sowie Transparenz bei den Aufwendungen. Gemeinsam müssen wir konsequent gegen Korruption vorgehen. Diese Grundsätze bekräftigen wir mit diesen Leitlinien.“

Der Vorsitzende des Gesamtvorstandes der Produzentenallianz, Alexander Thies, hob hervor: „Die ARD und die Produzentenallianz machen mit den neuen Leitlinien einen wichtigen Schritt hin zu mehr Transparenz: In dem künftig jährlich erscheinenden Produzentenbericht werden nicht nur die Programmstunden dargestellt, sondern auch die Aufwendungen der Sender nach Genres und für Auftrags-, Ko- und Lizenzproduktion. Man wird in Zukunft wissen, wie viel die ARD für die Erfüllung ihres Auftrags an Programmmitteln aufwendet. Außerdem geben wir uns mit den Leitlinien ein Verfahren, mit dem wir Unregelmäßigkeiten und Korruption bei jedem Verdacht früh bekämpfen können.“

Die Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen ist die maßgebliche Interessenvertretung der deutschen Produzenten von Film-, Fernseh- und anderen audiovisuellen Werken. Sie vereint ca 220 Produktionsunternehmen aus den Bereichen Animation, Kinofilm, TV-Entertainment, TV-Fiktion, Werbung und Dokumentation.

Quelle: Pressemitteilung der Produzentenallianz vom 18.09.2013

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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