Medienrecht

APR gegen regionale Werbung im nationalen TV

Die Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) hat die Pläne der führenden nationalen TV-Anbieter, künftig die Werbung im Kabelfernsehen zu regionalisieren, scharf kritisiert.

Im Kabelnetz Baden-Württemberg soll künftig neben nationaler auch regionale Werbung geschaltet werden. APR-Geschäftsführer Stephan Ory sagte dazu: „Regionale Werbemärkte dienen nicht der Finanzierung bundesweiter Castings, sondern sind Finanzierungsquelle für die lokale und regionale Berichterstattung von Regional-TV und Radio.“

Orys wies darauf hin, dass Werbeauseinanderschaltungen laut der Landesmediengesetze nur zulässig sind, wenn sie in eigenständige Programminhalte aus dem regionalen oder lokalen Bereich eingebettet sind. Bislang war dies nicht möglich, doch da aufgrund der Anbindung der Kabelnetze an die Playout-Center der nationalen TV-Anbieter nun die TV-Anbieter ihre Angebote auseinanderschalten können, müsse nun der Staatsvertragsgesetzgeber handeln, so die Kritik der APR. Auseinandergeschaltete Werbung solle nur in den landesweiten Fenstern der bundesweiten TV-Vollprogramme gesendet werden, so die Meldung der APR weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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