Medienrecht

AG DOK fordert Vergütung für Mediatheken-Abrufe

Die Sieben-Tage-Regel der Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender steht immer wieder in der Kritik. Die AG DOK hingegen fordert eine Vergütung für Abrufe in den öffentlich-rechtlichen Mediatheken. 

Entgegen der allgemeinen Annahme würden die öffentlich-rechtlichen Sender viele Fernsehsendungen nur zum Teil bezahlen, so die Meldung der AG DOK.

© Martin Schumann - Fotolia.com

© Martin Schumann – Fotolia.com

Produktionen nicht kostendeckend finanziert

So sei es beispielsweise nicht der Fall, dass Produktionen öffentlich-rechtlicher Sender bereits aus Rundfunkbeiträgen kostendeckend finanziert seien und deshalb kostenfrei abrufbar sein müssten. Ebenso sei es nicht zutreffend, dass das Recht zur Internet-Verwertung den Rundfunkanstalten im Rahmen ihres Senderechts automatisch zustehe.

Zwei Drittel nur teilweise finanziert

Zwei Drittel der dokumentarischen Sendungen, die in öffentlich-rechtlichen Kanälen laufen, würden von den Sendern nur noch teilweise finanziert werden. Durch die vergütungsfreie Wegnahme der Online-Rechte würde Produzenten, die Geld in die Produktion gesteckt haben, die Chance genommen, das fehlende Geld zu verdienen, so die Meldung der AG DOK weiter.

Die AG DOK plädiere daher dafür, dass alle Sendungen, die für die öffentlich-rechtliche Programme produziert werden, zu hundert Prozent von den Sendern finanziert werden müssen. Nur dann könne überhaupt erst über die zusätzliche Nutzung im Internet verhandelt werden, welche aber auch nicht kostenfrei erfolgen könne.

Bei allen teilfinanzierten Produktionen müssten die Internet-Rechte grundsätzlich bei den Produzenten verbleiben, so die Forderung der AG DOK. Allerdings sollen die Sender gegen Zahlung einer zusätzlichen Vergütung, die Internetrechte erwerben können, so die Meldung weiter.

 

Quelle: Pressemeldung der AG DOK

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

RSSKommentare (0)

Kommentar schreiben | Trackback URL

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:
×