Markenrecht

UK: Microsoft verliert Markenrechtsstreit um „SkyDrive“

Im Rechtsstreit um die Marke „SkyDrive“ hat der Softwarekonzern Microsoft eine Niederlage gegen das Pay-TV-Unternehmen British Sky Broadcasting Group (BSkyB) erlitten.

SkyDrive ist ein Cloudspeicher von Microsoft. Nach Ansicht des England and Wales High Courts habe Microsoft jedoch mit mit dem Namen „SkyDrive“ die Markenrechte von BSkyB verletzt.

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©-Sergej-Khackimullin-Fotolia

Richterin Sarah Asplin sah es als erwiesen an, dass  eine Verwechslungsgefahr zwischen den Diensten  bestehe. Der britische Sender, der zu einem der größten Pay-TV Dienstleister Europas zählt, hatte zwischen 2008 bis 2011 einen Cloud-Dienst namens „Sky Store & Share“ angeboten. Dort konnten die Verbraucher digitale Dateien, Fotos und Filme in der Cloud speichern. Bereits 2001 hatte Sky eine Set-top box (Sky+) mit digitalem Speicherplatz für aufgenommene Sendungen produziert. Seit 2006 ist Sky selbst auch  Internetanbieter. BSkyB befürchtete ein Verwechslung durch Microsofts SkyCloud und hatte gegen den Cloud-Dienst geklagt. Das Gericht folgte nun dieser Auffassung.

Das Strafmaß wurde jedoch noch nicht verkündet, allerdings halte es die Richterin für zumutbar, dass Microsoft den Namen ändere, so die Angaben des Branchendienstes golem.de. Die ganze Entscheidung des Gerichts lesen Sie hier (englisch).

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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