Markenrecht

Markenrecht: Sony scheitert mit Patentantrag für „Let´s Play“

Sony Computer Entertainment hat in den USA versucht  sich die  Wortmarke „Let´s Play“  für die elektronische Übertragung und das Streaming von Videospielen in weltweiten und lokalen Computernetzwerken markenrechtlich schützen zu lassen – vorerst erfolglos.

 

 Markenrecht: Sony scheitert mit Patentantrag für „Let´s Play“ ©-Thomas-Jansa-Fotolia

Markenrecht: Sony scheitert mit Patentantrag für „Let´s Play“ ©-Thomas-Jansa-Fotolia

Der erst kürzlich, von der Website Videogamer entdeckte Antrag bei dem US-Amerikanischen Patentamt, stammt bereits aus dem Oktober 2015 und ist, wie nun bekannt wurde, auch vorerst gescheitert.  Als Grund für das Scheitern, wurde die zu große  Ähnlichkeit zu dem bereits rechtlich geschützten Begriff „ LP Let´z Play“ genannt.  Die Ähnlichkeit beziehe sich nicht nur auf den Begriff, sondern auch auf die Tätigkeit, die damit verbunden sei. Laut USPTO wurde der Antrag mit der Begründung, dass eine  Verwirrung der Verbraucher nicht auszuschließen sei, vorerst abgelehnt.

Nun kann die Gamer-Community erst einmal aufatmen. In Forenbeiträgen und Webpostings war zu diesem Thema bereits ein Shitstorm  ausgebrochen.  Die dortige überwiegende Kritik war, dass der Begriff sei als solches nicht schutzwürdig und gehöre der Gamer-Community, war überwiegend vertreten. Denn „Let´s Play“ ist bereits seit Jahren den meisten YouTubern sowie Videobloggern vertraut und steht für kommentierte Gameplay-Videos die häufig mit großem Aufwand und Fachkenntnis erstellt werden. Die Videos werden zumeist millionenfach abgerufen und sind als Einführung und Informationsmedium bei Gamern in aller Welt sehr beliebt.

Bislang hat sich Sony zu diesem Vorgang nicht öffentlich geäußert. Die Frage, in welchem Interesse sich Sony den Begriff schützen lassen wollten, bleibt zunächst offen. (LIA)

Sicherlich ist das folgende Video interessant:

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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