Markenrecht

Facebook verliert gegen Faceporn

„Faceporn“, ein soziales Netzwerk für Pornografie, hat einen Rechtsstreit mit Facebook gewonnen. Das norwegische Unternehmen muss seine Marke nicht an Facebook übergeben, so ein kalifornisches Gericht.

 facebook gegen faceporn

Bildnachweis: Facebook Like Button / FindYourSearch / CC BY 2.0 /Some rights reserved

Facebook hatte gefordert, dass die Betreiber von Faceporn die Marke übergeben und die Anwaltskosten zahlen müssten.

 

Facebook geht gegen Unternehmen vor, die in ihrem Namen die Begriffe „Face“ oder „Book“ führen. In der Vergangenheit knüpfte es sich beispielsweise Lamebook vor. Im Anschluss daran hat man sich gütlich geeinigt. Facebook besitzt auch die Rechte an dem Begriff „Wall“. Hier soll Faceporn angeblich das Layout kopiert haben. Statt der Aktion „Anstupsen“ soll man auf Faceporn „Flirts“ versenden können.

 

Das Gericht begründet seine Entscheidung damit, dass sich Faceporn nicht an kalifornische Nutzer wendet oder bestehende und künftige Facebook-Nutzer abwerben würde. Facebook könne nicht nachweisen, dass ihm das norwegische Unternehmen absichtlich schaden wollen würde.

 

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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