Jugendmedienschutz

Verbraucherschützer fordern modernen Jugendmedienschutz

Der Jugendmedienschutz ist vor allem im digitalen Zeitalter von besonderer Relevanz. Jetzt hat sich der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) für eine Modernisierung des Jugendmedienschutzes ausgesprochen.

In einer Stellungnahme zum Entwurf des neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrags betonte der vzbv, dass vor allem die Datenabfragen gegenüber Kindern bei der Nutzung von Internetangeboten problematisch seien. Im Rahmen von Gewinnspielen oder für den Erhalt virtueller Güter müssten Kinder ihre Daten preisgeben oder soziale Netzwerke wie Facebook nutzen, so die meldung des vzbv.

Hier finden Sie Informationen zum Jugendmedienschutz

Bildnachweis: 2 girls and a boy at the laptop | Ingo Bartussek | Fotolia

Technische Schutzmaßnahmen kritisch beäugt

Man stehe auch technischen Schutzmaßnahmen kritisch gegenüber, da bei einer Überprüfung im Auftrag der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) und von jugenschutz.net keines von elf Filterprogrammen die Erwartungen erfüllt hätte.

Kein lückenloser Schutz

„Solange Jugendschutzprogramme nicht imstande sind, Kinder und Jugendliche lückenlos vor gefährdenden Inhalten im Internet zu schützen, werden solche Programme wenig Akzeptanz finden“, so Carola Elbrecht, Referentin im Team Digitales und Medien beim vzbv. Vor allem müssen die Programme nutzerfreundlich gestaltet und effektiv seien, um bei den Verbrauchern Zuspruch zu finden.

Handlungsbedarf bei mobilen Endgeräten

Im Bereich der mobilen Endgeräte sehe man dringenden Handlungsbedarf. Viele Grundschüler seien mit einem internetfähigen Smartphone ausgestattet, deswegen müssten effiziente und gut funktionierende Jugendschutzprogramme unbedingt auch für diese Geräte entwickelt werden, so die Stellungnahme weiter.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei eine frühzeitige Vermittlung von Medienkompetenz. Der vzbv fordert daher, das Thema Verbraucherbildung als Pflichtunterricht in der Schule aufzunehmen. Und es müsse leicht zugängliche und auffindbare Anlaufstellen geben, an die sich Kinder und Jugendliche wenden können, wenn sie im Internet mit unangemessenen oder verstörenden Inhalten konfrontiert werden, so der vzbv. (COH)

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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