Jugendmedienschutz

Scripted-Reality: Privatsender gegen Kennzeichnung

Wenn es nach den Medienhütern geht, sollten Scripted-Reality-Formate einheitlich gekennzeichnet werden. Doch die Privatsender weigern sich.

Die Medienanstalten haben sich im bereits im Frühjahr für eine klare Kennzeichnung Scripted-Reality-Formaten ausgesprochen. Dies soll im Interesse des Zuschauers und auch des Jugendmedienschutzes für Klarheit sorgen. Allerdings zeichne sich bislang noch keine Lösung ab, so ein Bericht des Focus.

© Martin Schumann - Fotolia.com

© Martin Schumann – Fotolia.com

Privatsender lehnen zentrale Vorgabe ab

Die Privatsender lehnen demnach weiterhin eine zentrale Vorgabe der Landesmedienanstalten ab. Wenn es nach den Medienhütern ginge, sollen sowohl im Vorspann als auch im Abspann von Scripted-Reality-Sendungen einheitliche Warnhinweise auftauchen. Diese sollen darauf hinweisen, dass es sich um erfundene Geschichten handele, so die Meldung weiter. So könnten die Formulierungen „Die Geschichte ist frei erfunden“ oder „Alle handelnden Personen sind frei erfunden“ lauten.

Keine freiwillige Selbstverpflichtung

Da die Privatsender bislang keine freiwillige Selbstverpflichtung ausgehandelt haben, könnte es nun eine gesetzliche Regelung geben, so die Angaben des Focus weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

RSSKommentare (0)

Kommentar schreiben | Trackback URL

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:
×