Jugendmedienschutz

LFK: Jugendmedienschutz ist löchrig

Der Medienrat der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) fordert eine Weiterentwicklung des Jugendmedienschutzes in Deutschland

Generell müsse eine Gesamtlösung erarbeitet werden, so die Forderung des LFK-Medienrates. Aufgrund der rasanten Digitalisierung und der wachsenden Verbreitung von Smartphones bei Kindern und Jugendlichen müsse auch der Jugendmedienschutz angepasst werden, so die Meldung der LFK.

Nicht nur punktuelle Novellierung

Man dürfe sich nicht nur auf eine „punktuelle Novellierung des Jugendmedienschutzstaatsvertrages“ beschränken, heißt es in einem Positionspapier des Medienpädagogischen Ausschusses der LFK.

Hier finden Sie Informationen zum Jugendmedienschutz

Bildnachweis: 2 girls and a boy at the laptop | Ingo Bartussek | Fotolia

Neue Risiken durch mobiles Netz

Aufgrund der vermehrten Nutzung von sozialen Netzwerken oder Videodiensten auf TabletPCs und Smartphones seien neue Risiken entstanden. Es gelte nun ein gleiches Schutzniveau auf den verschiedenen Medien zu schaffen.

Besonders technische Schutz- oder Filterprogramme müssten kontinuierlich weiterentwickelt werden, da sie Minderjährigen auch Schutz vor ausländischen Porno- oder Gewaltseiten im Netz bieten, so die Meldung weiter.

Mehr Werbung für Jugendschutz

Um Programme zu verbessern sollen auch zukünftig Unternehmen an der Finanzierung der technischen Schutzlösungen beteiligt werden. Zudem gelte es, die anerkannten Jugendschutzprogramme stärker zu bewerben, da vor allem Eltern und Pädagogen oftmals nicht ausreichend über die bestehenden technischen Möglichkeiten informiert seien.

Provider in die Pflicht nehmen

Nach Ansicht des Medienrates seien aber auch die in Deutschland ansässigen Internet-Provider in der Pflicht mitzuhelfen, die Schutzprogramme besser bekannt zu machen, so die Meldung weiter. So könne man sich vorstellen, dass Provider Jugendschutzprogramme standardmäßig anbieten, dass nur aktiviert werden müsse. Ein Download würde entfallen.

Ein wichtiger Nebeneffekt dabei wäre, dass über das W-LAN Netz zu Hause auch alle mobilen Endgeräte gegen jugendgefährdende Inhalte geschützt seien, so die Meldung weiter.

Generell müsse man aber auch kontinuierlich Medienkompetenz vermitteln, um den Jugendmedienschutz zu stärken.

Das Positionspapier steht hier zum Download bereit

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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