Jugendmedienschutz

KJM fordert Gesamtstrategie für technischen Jugendmedienschutz

Die junge Generation – gern als digital native bezeichnet – findet sich selbstverständlich im Internet zurecht. Ein Grund mehr für die KJM, einen umfassenden technischen Jugendmedienschutz zu fordern.

Im Rahmen der Medientage München hat sich die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) erneut für einen praxisorientierten und international akzeptierten technischen Jugendmedienschutz ausgesprochen.

Hier finden Sie Informationen zum Jugendmedienschutz

Bildnachweis: 2 girls and a boy at the laptop | Ingo Bartussek | Fotolia

Vorinstallierter Jugendschutz auf Providerebene

Die von der KJM anerkannten Jugendschutzprogramme greifen bereits auch bei ausländischen Angeboten, dies sei eine gute Grundlage für weitere Entwicklungen so die Meldung der KJM. So sei es auch sinnvoll, wenn es auf Providerebene vorinstallierte Jugendschutzprogramme geben würde.

So sagte der KJM-Vorsitzende Siegfried Schneider: „Das bedeutet, dass Access Provider standardmäßig vorinstallierte Jugendschutzprogramme anbieten, die erwachsene Nutzer in ihren Accounts entweder deaktivieren oder aktivieren müssten. Somit wären Kinder und Jugendliche vor unerwünschten und schädlichen Inhalten geschützt, ohne dabei erwachsenen Nutzern eine für sie inakzeptable Lösung vorzuschreiben.“

Prof. Dr. Michael Rotert, Präsident von eco, Verband der Deutschen Internetwirtschaft, erachtet eine rein technische Lösung nicht sinnvoll, da Provider nicht dazu da seien, Inhalte zu filtern, so die Meldung weiter.

Gesamtstrategie gebraucht

Otto Vollmers, Geschäftsführer der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM), betonte: „Wir brauchen eine Gesamtstrategie und Kompromissbereitschaft auf allen Seiten.“ Man müsse daher einen Entwicklungs- und Finanzierungsfonds für Jugendschutzprogramme schaffen, so wie er derzeit von Bund, Ländern und Wirtschaft erarbeitet werde.

Felix Falk, Geschäftsführer Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle (USK), ergänzte, dass man bei einer Lösungssuche nicht an den „Wünschen der großen Konzerne vorbei“ arbeiten könne.

Internationale Vision

Dass der deutsche Jugendschutz in einem globalen Netz internationale Kriterien erfüllen müsse, bestätigte auch Friedemann Schindler, Leiter jugendschutz.net. Aber: „Das darf nicht heißen, dass man national die Hände in den Schoß legt. Wir müssen Visionen entwickeln und diese international kommunizieren“, so die Meldung der KJM weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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