Jugendmedienschutz

KJM bewertet weitere Lösung zur Altersverifikation im Internet positiv

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat eine weitere Lösung zur Altersverifikation (AVS-Teilmodul) für geschlossene Benutzergruppen in Telemedien positiv bewertet. 

Dabei handelt es sich um das Konzept „ID Check“ der RISER ID Services GmbH. Dies sei eine Teillösung auf der Stufe der Identifizierung zur Altersprüfung für den wiederholten Nutzungsvorgang, so die Meldung der KJM.

Hier finden Sie Informationen zum Jugendmedienschutz

Bildnachweis: 2 girls and a boy at the laptop | Ingo Bartussek | Fotolia

Ausweisgeprüfte Datenbestände

 

Der  „ID Check“ erfolgt dabei über das Melderegister der Kommunen, wo zuvor eine persönlich „face-to-face“-Identifizierung mit amtlichen Ausweisdaten erfolgt ist. Über einen elektronischen Zugriff des ID Check-Systems auf das amtliche Melderegister können die User eindeutig anhand ihres Namens, des Geburtsdatums sowie der Anschrift identifiziert werden, so die Meldung weiter.

Die Identifizierung greift somit auf ausweisgeprüfte Datenbestände zurück, die im direkten Kontakt verifiziert wurden. Bereits 2005 habe die KJM mit dem IdentitätsCheck mit Q-Bit der SCHUFA Holding AG ein ähnliches Konzept als positiv bewertet.

Nach dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) dürfen bestimmte jugendgefährdende Inhalte in Telemedien nur dann verbreitet werden, wenn der Anbieter durch geschlossene Benutzergruppen sicherstellt, dass nur Erwachsene Zugriff darauf haben.

Telemedien-Anbieter, die nun das Identifizierungsmodul „ID Check“ anbieten, müssen jedoch sicherstellen, dass die Zugangsdaten nur an als volljährig identifizierte Personen ausgehändigt werden, so die Meldung der KJM weiter. Dies könne z. B. eigenhändig per Einschreiben an die durch den ID Check bestätigten Adressdaten geschehen.

Als Teillösung geeignet

Nach eingehender Prüfung habe die KJM entschieden, dass das Konzept als Teillösung und somit als Modul auf der Stufe der Identifizierung im Sinne der KJM-Kriterien zur Sicherstellung einer geschlossenen Benutzergruppe geeignet sei, so die Meldung weiter.

Insgesamt habe man nun bereits 28 Konzepte bzw. Module für Altersverifikationssysteme (AVS) positiv bewertet. Dazu kommen derzeit sechs übergreifende Jugendschutzkonzepte mit AVS als Teilelementen.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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