Jugendmedienschutz

Jahresbericht 2013: FSM verzeichnet mehr Beschwerden

Die freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter hat 2013 einen enormen Anstieg der Beschwerden verzeichnet.

Kürzlich hat die FSM hat den Jahresbericht 2013 vorgelegt. Insgesamt seien bei der FSM im vergangenen Jahr 60 % mehr Beschwerden eingegangen als 2012 (2013: 5.171; 2012: 3.239; 2011: 1.740 Beschwerden).

Höchste Beschwerdezahl seit Bestehen

Dies sei die höchste Zahl an Beschwerden seit Bestehen der Beschwerdestelle (1997), so die Meldung der FSM. In keinem Jahr sei eine derart hohe Zahl an Beschwerden registriert worden. Der Anstieg an Beschwerden sei vermutlich auf die stetig steigende Bekanntheit der Beschwerdestelle und die vermehrte Sensibilisierung der Bevölkerung bei Themen der Internetsicherheit zurückzuführen, heißt es im Jahresbericht 2013.

Hier finden Sie Informationen zum Jugendmedienschutz

Bildnachweis: 2 girls and a boy at the laptop | Ingo Bartussek | Fotolia

In 1.403 Fällen (rund 27 % des Gesamtbeschwerdeaufkommens) wurden kinder- und jugendpornografische Inhalte durch die FSM festgestellt (2012: 958 Fälle). 100 % der kinder- und jugendpornografischen Beschwerden, die in Deutschland gehostet waren, wurden abgeholfen (236 URLs), so die Angaben im Jahresbericht 2013.

18% der Beschwerden richteten sich gegen pornographische Inhalte, bei 15% der Fälle wurden jugendgefährdende Inhalte gemeldet. Lediglich 1% der Beschwerden hatten das Thema Rechtsradikalismus zum Inhalt. Dies entspricht den Werten der Vorjahre.

Rund 28 % (2012: 26 %) aller Beschwerden betrafen „sonstige Belange“ (z.B. Beschwerden zu Handyabos, Phishing-Seiten, Internetauktionsplattformen oder Shopseiten).

FSM-Vorstandsvorsitzende Gabriele Schmeichel sagte bezüglich der Jahresbilanz 2013: „Ein spannendes Jahr im Auftrag des Jugendmedienschutzes liegt hinter der FSM. Wieder ist es gelungen gemeinsam mit unseren Mitgliedern einen gesamtgesellschaftlich akzeptierten und wirksamen Jugendschutz im Internet zu fördern. Doch der Jugendmedienschutz braucht dringend Modernisierung in Richtung Flexibilität, Internationalität und Kompatibilität, um zukunftsfähig zu sein. Die FSM wird diesen Prozess weiterhin engagiert und kompetent mitgestalten.“

 

 

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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