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Willkürliche Sperrung von Facebook-Seiten

Wer bei Facebook von anderen Nutzern zu Unrecht etwa wegen einer Urheberrechtsverletzung angeschwärzt wird, muss mit der Sperrung seiner Webseite rechnen. Unter Umständen bekommt er das noch nicht einmal mit.

 


Nach einem Beitrag bei gulli sowie bei golem vom 29.04.2011 soll es in letzter Zeit mehrfach vorgekommen sein, dass Facebook seinen Nutzern unberechtigterweise das Profil gesperrt hat. Zu allem Überfluss wurden die Betroffenen darüber nicht einmal informiert, so dass sie sich gar nicht wehren konnten. Auf diese Weise wurde unter anderem auch die Facebook-Seite von Ars Technica unberechtigterweise gesperrt. Offensichtlich wird es Denunzianten bei diesem sozialen Netzwerk einfach gemacht. Sie brauchen angeblich nicht einmal ihre E-Mail-Adresse angeben, sondern nur ein Online -Formular ausfüllen.

 

Die gerügte Praxis von Facebook ist nicht akzeptabel. Zumindest muss die Möglichkeit bestehen, dass der Absender von solchen Meldungen identifiziert werden kann.

 

Darüber hinaus müssen derartige Vorwürfe erst einmal überprüft werden. Facebook verstößt sonst gegen seine eigenen Benutzungsbedingungen. Nach Nr. 5 Ziffer 4 steht dem Betroffenen ein Gegendarstellungsrecht vor der Sperre zu, das ihm hier nicht eingeräumt worden istDarüber hinaus kommt nach Nr. 5 Mr. 5 der Benutzungsbedingungen eine Sperrung frühestens erst bei einem wiederholten Verstoß gegen Urheberrechte in Betracht.