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Nutzungsbedingungen :

US-Plattform Pinterest kann Nutzerfotos verkaufen

Was passieren kann wenn niemand die kryptischen Nutzungsbedingungen der Plattformen, die er im Netz nutzt, liest, zeigt der Fall des amerikanischen Foto-Blogs Pinterest.

Der Webdienst hat durch seine einfache Bedienung in den vergangenen Wochen unzählige neue Nutzer gewonnen: Die Seite stand im Februar 2012 auf Platz 16 der meistbesuchten Webseiten in den USA.

Eine von diesen von diesen Nutzern ist Kirsten Kowalski, eine Fotografin aus Atlanta, die Jura studiert hat und sich die Nutzungsbedingungen einmal genauer angesehen hat. Nach der Lektüre beschloss die, ihre Veröffentlichungen zu löschen, denn: Pinterest behält sich vor, die Inhalte  „zu vertreiben, zu lizenzieren, zu verkaufen, zu übertragen“ und anderweitig „zu verwerten“. All diese Rechte räumt man dem Pinterest-Betreiber Cold Brew Labs durch das bloße „Zugänglichmachen von Inhalten unwiderruflich“ ein. Zumindest darf das Mitglied seine eigenen Fotos selbst noch verwerten, man wolle die Rechte der Urheber wohl nicht einschränken.

Pinterest teilte mit, die Nutzungsbedingungen würden derzeit überarbeitet werden. „Es war nie unsere Absicht, Geld mit dem Verkauf von Nutzerinhalten zu verdienen.“, so ein Sprecher. Warum die Nutzungsbedingungen dann so formulierten seien, darauf gab es keine Antwort. Nutzern wird empfohlen – auch wenn es viel Lesestoff ist – sich die AGBs seiner genutzten Portale gründlich durchzulesen und anhand derer zu entscheiden, welche Inhalte sie hochladen wollen und welche nicht.