IT-Recht

Windows 10: Erpresser verschicken Abzocke Mails mit angeblichem Update

Viele Nutzer warten derzeit ungeduldig auf ein kostenloses Update von Windows 10. Das nutzen auch Abzocker aus, die unter dem Namen von Microsoft eine Mail verschicken. Der Dateianhang   sollte auf keinen Fall geöffnet werden.

Windows 10: Erpresser verschicken Abzocke Mails mit angeblichem Update©-asrawolf-Fotolia

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Fake Mails enthalten statt Windows 10 Verschlüsselungstrojaner

Die Fake Mails geben vor, dass sie von dem Absender „update@microsoft.com“ verschickt werden. Der Betreff lautet: „Upgrade to Windows 10 for free“. Der Empfänger wir in englischer Sprache aufgefordert, die angehängte Datei „ Win10Installer.zip“ beziehungsweise “Win10Installer.exe” zu öffnen.

Doch in Wirklichkeit handelt es sich hierbei um keine Installationsdatei für Windows 10. Vielmehr handelt es sich um eine Erpressungssoftware in Gestalt eines sogenannten Verschlüsselungstrojaners. Der Nutzer wird aufgefordert, ein Lösegeld in Bitcoins innerhalb von 96 Stunden zu zahlen. Für den Fall, dass er nicht zahlt, wird ihm mit der Unbrauchbarmachung seiner persönlichen Daten durch eine dauerhafte Verschlüsselung gedroht. Gleichzeitig lassen sich keine Befehle mehr ausführen.

Fazit:

Nutzer sollten solche Mails – die auch an vielen Zeichenfehlern erkennbar sind – von Ihrem Rechner entfernen und die Aufforderung zum Installieren des Dateianhangs ignorieren. Die Updates werden von Microsoft nach Registrierung ausschließlich über seinen Update-Dienst verschickt. Des Weiteren ist ein direkter Download der Upgrate über das Windows10 Media-Creation-Tool möglich. Wer Opfer von einem Lösegeld-Trojaner geworden ist, sollte nicht zahlen und Strafanzeige erstatten. Die Meldung als solche sollte am besten durch ein Foto gesichert werden. Damit es möglichst gar nicht so weit kommt, sollte Ihr Rechner über ein aktuelles Antivirenprogramm verfügen. Wichtige Daten sollten regelmäßig auf einer externen Festplatte gesichert werden. (HAB)

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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