IT-Recht

WhatsApp Call: Warnung vor Fake-Meldung von Betrügern

WhatsApp Nutzer sollten sich vor einer Fake-Meldung in acht nehmen, in welcher es um die Freischaltung der Anruf Funktion WhatsApp Call geht. Diese stammt nicht von Whats App, sondern von Hackern. Seit heute warnt auch die Verbraucherzentrale WhatsApp Nutzer davor sich von vermeintlichen neuen WhatsApp Funktionen verlocken zu lassen und in die Abo-Fall zu tappen. 

 

Viele WhatsApp Nutzer warten ungeduldig auf die Freischaltung des neuen Anruf Funktion WhatsApp Calling, in der Telefonate über VoIP geführt werden können.

Dies nutzen derzeit Kriminelle aus. Sie verschicken über den Whats App Messenger eine Meldung, in der Nutzer zwecks Freischaltung auf einen bestimmten Link klicken sollen. Die hat den folgenden Inhalt: “Hey, I’m inviting you to try WhatsApp Free Voice Calling feature, click here to activate now”. Wer darauf hereinfällt, gelangt stattdessen auf die Homepage “WhatsappCalling.com”. Hierüber soll Schadsoftware auf dem Rechner installiert werden. Dabei handelt es sich neben Trojanern zum  Ausspähen persönlicher Daten auch um Viren. Von daher sollten Nutzer die diese Fake Nachricht über ihren Messenger erhalten nicht auf diesen Link klicken, sondern diese sofort löschen. Sie sollten vielmehr auf die offiziellen App-Updates warten. Diese fingierten Einladungen werden nicht nur über WhatsApp, sondern auch über Google+ verschickt.

Weitere WhatsApp Abzocke durch Abofalle

Darüber hinaus sollten WhatsApp Nutzer auch nicht auf eine Nachricht mit den Inhalt „Dein WhatsUp ist bald abgelaufen“ hereinfallen, in der Sie zum Herunterladen der neuesten Version aufgefordert werden. Hierdurch sollen Nutzer in eine Abofalle gelockt werden. Über diese Masche warnt aktuell die Verbraucherzentrale Sachsen.

Abzocke – 5 Euro im Monat

Katja Henschler, Sprecherin der Verbraucherzentrale Sachsen, erklärt was nach dem Klick passiert und warnt: „Wer diesen Link anklickt, findet auf seiner nächsten Telefonrechnung zum Preis von 4,99 Euro pro Woche ein Abo bei einem Drittanbieter“. Über das Bezahlsystem WAP-Billing wird die Mobilfunknummer des Nutzers automatisch und ohne Hindernisse an den Anbieter übermittelt. Dieser behauptet dann, dass ein Abo-Vertrag zustande gekommen ist und verlangt über die Mobilfunkrechnung die Zahlung seiner Forderungen.

Verbraucher sollten nicht zahlen

Verbraucher, die in die Abofalle getappt sind, sollten nicht zahlen, sondern sowohl beim ihrem Mobilfunkanbieter und auch beim Drittanbieter der Forderung widersprechen. Außerdem sollte die Bank über den Vorfall informiert werden. Bei einer Zahlung durch Lastschriftverfahren kann der Verbraucher seine Bank anweisen, die Beträge zurückzubuchen.

Verbraucher, die sich in Zukunft vor solchen Abofallen schützen wollen, sollten eine sogenannte Drittanbietersperre einrichten lassen. Diese kann beim Mobilfunkanbieter beantragt werden und sorgt dafür, dass die Mobilfunknummer niemals an Drittanbieter übertragen wird.

(HaB, JEB)

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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