IT-Recht

WhatsApp Abzocke – Whatsapp läuft heute ab

Kriminelle haben es erneut auf Smartphone Nutzer abgesehen. Sie geben sich als WhatsApp aus, um sie mittels eines Klicks in eine tückische Abofalle zu locken. Besitzer eines Smartphones können sich jedoch gegen eine solche Abzocke schützen.

WhatsApp Abzocke – Whatsapp läuft heute ab © Scanrail - Fotolia

WhatsApp Abzocke – Whatsapp läuft heute ab © Scanrail – Fotolia

Inhalt der WhatsApp Nachricht

Wer auf seinem Smartphone den Dienst WhatsApp startet, sollte aufpassen. Er erhält möglicherweise eine Nachricht über seinen Messenger, die angeblich von diesem Dienst stammt. Sie hat den folgenden Inhalt: „Achtung: Whatsapp läuft heute ab!“. Um dem angeblich zu entgehen, werden Sie zum Klicken auf den darunter befindlichen Button „Jetzt herunterladen“ aufgefordert, um die neueste Version zu downloaden.

Button zum Herunterladen sollten nicht betätigt werden

Dem sollten Sie auf keinen Fall nachkommen. Ansonsten müssen Sie mit einer bösen Überraschung rechnen, wenn sie Ihre Mobilfunkrechnung erhalten. Dann erfahren Sie, dass der unseriöse Anbieter einer Abofalle einen bestimmten Betrag unbemerkt mittels „WAP-Billing“ von Ihrem Konto abgebucht hat. Hierauf verweist das Verbraucherschutzportal Mimikama.

Weitere Tipps für Smartphone Nutzer

Das Gleiche gilt auch für Werbebanner sowie Links in Apps. Darüber hinaus sollten Sie sich selbst bei WhatsApp einloggen, um etwa die Laufzeit von Ihrem Abonnement zu überprüfen. Am besten sollten Sie eine Drittanbietersperre über Ihren Mobilfunkanbieter einrichten lassen, damit Sie vor solchen Tricks geschützt sind. Diese sind auf Ihren Wunsch hierzu verpflichtet. Dies ergibt sich aus der Vorschrift von § 45d Abs. 3 TKG. Zwar hat der Anbieter einer solchen Abofalle normalerweise keinen Anspruch auf Ihr Geld, weil Sie nicht auf die Ihnen entstehenden Kosten hingewiesen worden sind. Sie könnten es daher rein theoretisch zurückfordern. Die rechtliche Durchsetzung ihres Anspruches gestaltet sich allerdings eher schwierig, weil viele Anbieter schlecht ermittelt werden können und zudem im Ausland sitzen. Von daher greifen sie gerne auf derartige Tricks zurück, um Kasse machen zu können.(HAB)

Sicher ist das folgende Video interessant:

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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