IT-Recht

WhatsApp Abzocke: Vorsicht vor Nachricht „IKEA Giftcard“

Betrüger haben es mal wieder auf WhatsApp Nutzer abgesehen und wollen mittels Phishing an ihre persönlichen Daten gelangen und sie in eine Abofalle locken.

 

 WhatsApp Abzocke: Vorsicht vor Nachricht „IKEA Giftcard“ © Scanrail - Fotolia

WhatsApp Abzocke: Vorsicht vor Nachricht „IKEA Giftcard“ © Scanrail – Fotolia

WhatsApp Nachricht: „IKEA Giftcard“

Zahlreiche WhatsApp-Nutzer erhalten derzeit eine Nachricht über den Messenger, welche angeblich von IKEA stammt und den Nutzern eine „IKEA Giftcard“ verspricht. Wenn die Nutzer auf den in der Nachricht enthaltenen Bit.ly-Link klicken, werden sie zur Teilnahme an einer „einminütigen Umfrage“ aufgefordert. Bei einer Teilnahme sollen die Nutzer die Chance auf einen € 500 IKEA-Gutschein haben.

WhatsApp Nutzer sollen persönliche Daten preisgeben

WhatsApp-Nutzer, die sich darauf einlassen, müssen zunächst „vier leichte Fragen“ beantworten. Im Anschluss daran werden die Nutzer aufgefordert, zehnmal den Facebook-Teilen Button zu betätigen. Wer diese Hürde genommen hat, darf „fortfahren“. Nun werden über eine Eingabemaske persönliche Daten des WhatsApp-Nutzers abgefragt. Danach werden Nutzer auf eine andere Internetseite weitergeleitet, auf welcher sie an einem IKEA-Gewinnspiel oder einem EDEKA-Gewinnspiel teilnehmen sollen.

Betroffene geraten in Abofalle

Unsere Empfehlung: Nutzer sollten auf keinen Fall auf den in der Nachricht enthaltenen Bit.ly-Link klicken. Dahinter verbirgt sich eine teure Abofalle. So wunderten sich zahlreiche betroffene Nutzer, dass sie nichtsahnend von ihrem Handyanbieter eine deutlich höhere Rechnung als erwartet erhielten. Erst beim Blick auf die Rechnung bemerkten viele der Betroffenen, dass sie laut den AGB des jeweiligen Anbieters ein Abonnement über den Bezug von 3 SMS/Woche zu je 5 EUR/SMS abgeschlossen haben sollen.

Fazit:

Auch wenn diese Verträge wegen Verstoßes gegen die Button-Lösung gewöhnlich unwirksam sind, so ist das Eintreiben dieser Forderungen gegen den jeweiligen Anbieter erfahrungsgemäß aufwendig und schwierig. WhatsApp-Nutzer sollten insofern vorsichtig sein.

Klar ist auch, dass bei der vorschnellen Preisgabe von persönlichen Daten in der heutigen Zeit immer die Gefahr des Missbrauchs besteht. So kann es unter Umständen passieren, dass das Konto des Nutzers leergeräumt wird. Im Regelfall fällt es sehr schwer zu erkennen, ob die hinter Links versteckten Internetseiten Phishing-Fallen sind. Niemals sollten Sie daher private Account-Daten, Passwörter oder sonstige Daten preisgeben. Leider kommt es immer wieder vor, dass Nutzer mittels Phishing unbemerkt auf Seiten gelenkt werden, die einem offiziellen Anbieter wie IKEA oder auch einer Bank täuschend ähnlich sehen. (HAB)

Sicher ist das folgende Video interessant:

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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