IT-Recht

Warnung vor neuem Kettenbrief bei WhatsApp

Bei WhatsApp kursiert ein neuartiger Kettenbrief. Eltern können anscheinend 500 Euro Kindergeld pro Kind zusätzlich erhalten. Was ist an dieser Information dran?

Warnung vor neuem Kettenbrief bei WhatsApp ©-asrawolf-Fotolia

Der Wortlaut des Kettenbriefes lautet wie Folgt: „Habt ihr gehört? Die Familienkasse zahlt für jedes Kind 500€ extra dieses Jahr. Formular gleich ausfüllen und an die Familienkasse bis zum 31.01.2017 abschicken.“ Um nähere Informationen zu erhalten, werden Nutzer zum Klicken auf einen Link aufgefordert. Dieser befindet sich sowohl in der Mitte und am Ende dieser Nachricht.

WhatsApp Kettenbrief entpuppt sich als Lüge

WhatsApp Nutzer sollten am besten nicht auf die angezeigten Links klicken. Denn es handelt sich bei diesem Kettenbrief um eine Falschmeldung. Hierauf weist das Bundeszentralamt für Steuern in einer aktuellen Warnung vom 16.01.2017 hin. Die Verfasser dieses Kettenbriefes wollen Sie mit dieser Masche nur dazu bringen, auf diese Links zu klicken.

Fazit

Bei diesem Kettenbrief scheint es sich wohl um eine harmlose Falschmeldung zu handeln. Gleichwohl sollten Nutzer von sozialen Netzwerken wie WhatsApp oder Facebook hier vorsichtig sein. Sie sollten solche Nachrichten nicht ungeprüft weiterverbreiten. Das gilt auch, wenn Sie diese von einem „Freund“ bekommen haben, der sie zumeist unbedacht weitergeleitet hat. Im Zweifel sollten Sie Kettenbriefe löschen. Denn die Verfasser möchten die Nutzer durch gezielte Falschinformationen  verunsichern.

Ferner sind manche Kettenbriefe auch gefährlich. Kriminelle möchten Ihren Rechner beim Klicken auf einen Link mit einem Trojaner oder anderer Malware iinfizieren. Darüber hinaus versuchen Betrüger die Nutzer in Abofallen zu locken. Ihnen wird beispielsweise bei der Teilnahme an einem Gewinnspiel kostenlose Flugtickets versprochen. Sie sollten auch dann misstrauisch sein, wenn Sie in einem Kettenbrief vor einem angeblichen Computervirus gewarnt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Kriminelle Ihren Rechner oder Ihr Smartphone mit einem Virusi nfizieren. Wer in eine Abofalle geraten ist, sollte keinesfalls vorschnell zahlen. Am besten beantragen Sie bei Ihrem Mobilfunkanbieter die Einrichtung einer Drittanbietersperre. (HAB)

Sicher ist das folgende Video interessant:

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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