IT-Recht

Vorsicht Facebook Abzocke – Gewinn bei „Facebook Lotterie“

Wer bei Facebook eine Nachricht erhält, wonach er angeblich bei der „Facebook Lotterie“ gewonnen hat, sollte vorsichtig sein. Ansonsten fallen Sie schnell auf gewiefte Betrüger herein.

Fotolia.de – © B. Plank imBILDE.at

Der Verfasser dieser Nachricht bei Facebook gibt sich als „Mark Zuckerberg“ bzw. als „Facebook-Mitarbeiter” aus. Er behauptet, dass der Empfänger an einer „Facebook Lotterie“ teilgenommen und 500.000 Euro gewonnen hat. Die Teilnahme sei dabei durch eine zufällige Auswahl des jeweiligen Profils erfolgt. Der Scheck soll angeblich zum Abholen bereitliegen oder sogar zu Hause persönlich überreicht werden.

Damit der Empfänger daran nicht zweifelt, wird ein Scan des angeblichen Schecks der „Bank of America“ mitgeschickt. Die Sache hat allerdings einen Haken. Der Nutzer soll vorher einen Geldbetrag in Höhe von 250 Euro auf ein Konto einzahlen.

Auf diese Masche bei Facebook sollten Sie nicht hereinfallen. Denn es handelt sich hier um eine Masche von Betrügern, die an Ihr Geld kommen wollen. Die Täter treten dabei unter fremdem Namen auf, um ihre Identität zu verbergen. Die Forderung des Geldbetrages rechtfertigen sie etwa damit, dass es sich um eine „Bearbeitungsgebühr“ handelt.

Vorsicht bei Benachrichtigung über angeblichen Lotterie Gewinn

Wer beispielsweise bei Facebook eine Benachrichtigung über einen Lotterie Gewinn erhält sollte überlegen, ob sie an der angeblichen Lotterie überhaupt teilgenommen haben. Denn dies ist zwingend erforderlich, damit Sie überhaupt einen bestimmten Preis gewonnen haben können. Eine Teilnahme an einer Lotterie „per Zufall“ gibt es nicht.

Darüber hinaus sollten Sie nachprüfen, ob es eine angebliche Lotterie überhaupt gibt. Beispielsweise bietet das soziale Netzwerk gar keine Lotterien an. Manche Betrüger verraten sich auch dadurch, dass es in der Nachricht viele Flüchtigkeitsfehler gibt.

Vor allem aber sollten Sie beachten, dass die Gewinner einer Lotterie niemals vorab einen bestimmten Betrag überweisen müssen, damit Sie die Zahlung auch erhalten. Spätestens hier können Sie davon ausgehen, dass es sich um Betrug handelt.

Gewinnspiele auf Facebook sind häufig Abofallen

Darüber hinaus sollte man generell skeptisch sein, wenn man bei Facebook über einen angeblichen Gewinn informiert wird. Beispielsweise haben Facebook Nutzer eine Nachricht von der Firma „MiniCooper Deutschland“ erhalten. Angeblich sollten sie einen 2 Mini Cooper gewinnen können. Doch dieses Gewinnspiel gab es gar nicht. Die Nutzer wurden lediglich über Links in Abofallen gelockt.

Aber auch bei anderen Nachrichten über den Facebook Messenger sollen Sie vorsichtig sein. So haben viele Nutzer anscheinend von einem ihrer Facebook Freunde eine Nachricht mit dem folgenden Inhalt erhalten „Ich liebe dieses Bild von dir“. Hinter dem Text befindet sich ein Link. Wer auf diesen klickt, wird auf eine Webseite gelenkt, die einer Anmelde-Seite des sozialen Netzwerkes täuschend echt nachgebildet worden ist. Dort soll er seine persönlichen Daten eingeben. Mit diesem Trick wollen Kriminelle an die persönlichen Daten ihrer Opfer gelangen. Bei kurzen Nachrichten mit Links sollten Sie daher skeptisch ein und vor dem Klicken besser erst mal bei Ihren bestehenden Facebook Kontakten persönlich nachfragen.

Wiederholte Freundschaftsanfragen können von Betrügern stammen

Eine ganz raffinierte Masche besteht darin, dass ein Facebook Nutzer eine Freundschaftsanfrage erhält. Was auffällt ist, dass diese wohl von einem Facebook Freund erfolgt ist. Sofern er die Freundschaftsanfrage akzeptiert, soll er seine Handynummer mitteilen. Wenn er diesem Wunsch nachkommt, findet er eine SMS auf dem Handy vor. Diese enthält einen Zahlencode. Im Anschluss daran möchte der angebliche Freund diesen Code erfahren. Dies sollten Sie keinesfalls tun. Denn es handelt sich hier um Kriminelle, die Ihr Konto über einen Bezahldienst schmälern wollen. Hierzu reicht die Angabe Ihrer Handynummer und des Zahlencodes aus. Diese Art von Betrug können Sie dadurch unterbinden, dass Sie Ihre Freundesliste unsichtbar stellen.

hab

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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