IT-Recht

Vorsicht beim Kauf von billigen Online-Tickets: Betrug

Wer im Internet allzu günstige Bahn-Tickets erwirbt, geht unter Umständen ein beträchtliches Risiko ein. Er kann schnell auf gerissene Betrüger hereinfallen.

 

Das Ganze läuft laut mehrerer Meldungen so ab, dass Betrüger zum vergünstigten Preis Tickets im Internet verkauft haben. Diese haben zuvor die Fahrkarten bei der Deutschen Bahn zum normalen Preis erworben. Die Bezahlung erfolgte allerdings mit Kreditkarten Dritter, in dem sich die Täer die persönlichen Daten der Kreditkarteninhaber auf dem Schwarzmarkt beschafft haben. Heraus kommt das erst dann, wenn dem jeweiligen Inhaber der Kreditkarte die Buchung auffällt und er sich an die Deutsche Bahn oder die Polizei wendet. Diese Taten nehmen immer mehr zu. Allein im letzten Jahr soll es fast 30.000 Verdachtsfälle gegeben haben.

Reisende sollten daher misstrauisch werden, wenn im Internet allzu günstige Online-Tickets angeboten werden. Dies gilt besonders dann, wenn auf dem Fahrschein selbst ein wesentlich höherer Fahrpreis angegeben steht. Sie gehen unter Umständen das Risiko ein, dass Sie wegen Betruges sowie Geldwäsche angezeigt werden. Am besten erwerben Sie Ihr Ticket über das Buchungsportal der deutschen Bahn und ihrer Partnerunternehmen. Darüber hinaus sollten Inhaber von Kreditkarten aufpassen und den Verlust beziehungsweise Diebstahl ihrer Kreditkarte sofortbei der Kreditgesellschaft zu melden. Durch die Sperrung kann Missbrauch verhindert werden.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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