IT-Recht

Sicherheitslücke in iPhone und iPads: Jailbreak-Nutzer können ausspioniert werden

Wer sein iPhone und iPads mit einer Jailbreak-Software knackt, sollte aufpassen. Sie können das Opfer einer Schadsoftware werden, die Zugangsdaten zu Apple-Konten entwendet.

Sicherheitslücke in iPhone und iPads: Jailbreak-Nutzer sollten aufpassen! ©-asrawolf-Fotolia

Sicherheitslücke in iPhone und iPads: Jailbreak-Nutzer sollten aufpassen! ©-asrawolf-Fotolia

 

Was kann mit Jailbreak passieren?

Manche Nutzer von iPhones und iPads nutzen Jailbreak-Software, um bei dem Installieren von Apps nicht auf das Angebot im App Store angewiesen zu sein.

Doch die mit der Installation von dieser Software verbundene Befreiung von den Beschränkungen des IOS-Betriebssystems hat ihre Tücken. Kürzlich wurde bekannt, dass eine Malware mit der Bezeichnung Unflod bei iPhones und iPads sowohl die Apple ID wie das jeweilige Passwort des Nutzers klaut. Dabei werden die persönlichen Daten an einen US-Server gesendet. Das Ganze macht sich dann dadurch bemerkbar, dass Apps wie etwa Google Hangout sowie Snapchat abstürzen. Woher diese Malware kommt, ist bislang noch nicht bekannt.

Was sollten iPhone/iPad-Nutzer tun?

Von daher sollt man derzeit mit der Nutzung von Jailbreak-Software vorsichtig sein. Wer sie benutzt hat, sollte sofort tätig werden und sein Passwort ändern. Auch sollte er prüfen lassen, ob sein iPhone oder iPad mit dem Schadcode befallen ist. Dabei handelt es sich um eine Datenbankdatei namens Unflod.dylib oder auch framework.dylib.

Strafrechliche und zivilrechtliche Folgen für Jailbreak – Nutzer

Der Vorgang des Jailbeakens ist normalerweise nicht strafbar. Anders ist das allerdings, wenn Sie damit ein SIM-Lock entsperren oder gecrackte Apps etwa auf Ihrem iPhone installieren. Hierin liegt zumindest eine Urheberrechtsverletzung. Eventuell kommt auch eine unerlaubte Datenveränderung in Betracht. Darüber hinaus ist für Schäden durch den Jailbreak die Gewährleistung ausgeschlossen. Nicht nur aufgrund dieser rechtlichen Bedenken empfehlen wir Nutzern, dass sie keinen Jailbreak nutzen sollten.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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