IT-Recht

Rechnung von .DE Deutsche Domain – Vorsicht Abzocke!

Wer eine E-Mail von der .DE Deutsche Domain erhält, sollte aufpassen. Ansonsten wird er schnell das Opfer von Betrügern.

 Rechnung von .DE Deutsche Domain – Vorsicht Abzocke! ©-Erwin-Wodicka-Fotolia

Rechnung von .DE Deutsche Domain – Vorsicht Abzocke! ©-Erwin-Wodicka-Fotolia

Inhalt der Abzocke Mail von der .DE Deutsche Domain

 

Der Text dieser E-Mail – die angeblich von der DE Deutsche Domain stammt – lautet wie Folgt:

„Sehr geehrte Frau / Herr,

Nachfolgend die Einzelheiten zu der Domainregistrierung für 2016 / 2017.

Wir hoffen, Sie ausreichend informiert zu haben.

Mit freundlichen Grüssen

Anna Müller

Kundendienst

DE Deutsche Domain“

Am Ende dieser E-Mail wird auf eine angehängte PDF-Datei verwiesen, die ausdrücklich als „Rechnung“ bezeichnet wird. Wer diese Datei öffnet, findet ein Schreiben mit der Überschrift „Rechnung“ vor. Ebenso ist von einer Rechnungsnummer, einem Rechnungsdatum und einem Rechnungskontakt die Rede. Darunter befindet sich wie eine Auflistung, die vom äußeren Erscheinungsbild wie eine Rechnung gestaltet ist. Der Empfänger wird zur Zahlung einer Summe von fast 200 Euro insbesondere für eine Domain-Registrierung innerhalb von 14 Tagen aufgefordert und dabei auch eine Kontoverbindung angegeben.

Es handelt sich um ein Angebot

Nur wer den nachfolgend verfassten kleingedruckten Text genau durchliest erkennt, dass es sich in Wirklichkeit um das Angebot einer Leistung und um keine Rechnung handelt. Bei den ersten Sätzen handelt es sich bewusst um nichtssagende Phrasen. Der vorletzte Satz enthält laut Mimikama die entscheidenden Formulierungen: „Dies ist ein angebot und keine rechnung, die zahlung auf dieses angebot hin wird als annahme des angebotes oder auftragsbestätigung verstanden.“

AGB Klausel ist unwirksam

Auch wenn es sich hierbei wohl um eine unwirksame AGB Klausel nach § 305c Abs. 1 BGB handelt so dürfte die Rückforderung der gezahlten Summe sich schwierig gestalten. Denn die Firma ist frei erfunden. Bei dem Absender der E-Mails handelt es sich nach Mimikama um Betrüger.

Fazit:

Internetnutzer sollten vorsichtig sein, wenn Sie per E-Mail eine Rechnung erhalten. Das gilt besonders dann, wenn ihnen der Absender unbekannt erscheint und sie einen Dateianhang öffnen sollen. Hier besteht auch die Gefahr, dass Sie Ihren Rechner mit einem Trojaner infizieren. Sie sollten aber auch dann auf der Hut sein, wenn die Rechnung angeblich von Firmen wie IKEA, Der Deutschen Telekom oder GROUPON stammen. Denn Hacker haben in letzter Zeit auch hier gefälschte Rechnungen von bekannten Unternehmen als Dateianhänge verschickt. Hier besteht also ebenfalls das Risiko, dass Sie sich einen Trojaner einfangen. Darüber hinaus sollten Sie das Geld nicht an eine Ihnen unbekannte Bankverbindung überweisen. (HAB)

Sicher ist das folgende Video interessant:

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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