IT-Recht

Online-Banking: Viele Kunden haben Angst davor

Viele Menschen haben Angst davor, dass Kriminelle beim Online-Banking ihr Konto plündern. Dies ergibt sich aus einer aktuellen Umfrage. Doch wer einen solchen Schaden erlitten hat, muss häufig nicht auf dem Schaden sitzen bleiben.

Online-Banking: Kunden müssen nicht immer für Schaden aufkommen  ©-Erwin-Wodicka-Fotolia

Online-Banking: Kunden müssen nicht immer für Schaden aufkommen ©-Erwin-Wodicka-Fotolia

Nach einer aktuellen Umfrage der Bitkom soll jeder dritte Kunde Angst davor haben, beim Online-Banking ausgeplündert zu werden und letztlich auf dem Schaden sitzen zu bleiben. Dies gilt vor allem für Senioren ab 65 Jahren. Hier soll ungefähr jeder Zweite Angst davor werden, ein Opfer von Betrügern zu werden. Laut Bitkom soll die Ursache für die Ablehnung von Online-Banking unter Umständen mit der Debatte um Abhörskandale der Geheimdienste zusammenhängen. Dies ergibt sich aus einer aktuellen Pressinformation der Bitkom.

Nach unserer Einschätzung sind die Banken und Sparkassen an dieser Angst ihrer Kunden vor dem Online-Banking nicht ganz unschuldig. Häufig verweigern sie die Rückerstattung des abgebuchten Geldes, obwohl der Kunde dafür gar nicht aufkommen muss. Eine Haftung des Kunden kommt nur dann in Betracht, wenn ihm schuldhaftes Handeln vorzuwerfen ist. Davon kann jedoch gerade bei Phishing-Attacken mittels Ausspähung mit einem Trojaner nicht ohne Weiteres ausgegangen werden.

 

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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