IT-Recht

Neue Gefahr – Autos als Ziel für Hacker

Moderne Autos werden mit immer mehr elektronischen Assistenzsystemen ausgestattet. Je mehr elektronische Helfer verbaut werden, desto größer werden die Möglichkeiten für Hacker von außen auf elektronische Systeme zuzugreifen. Der BSI-Präsident warnt nun vor schweren Unfällen mit Todesfolgen aufgrund von manipulativen Hackerangriffen auf Autos.

Neue Gefahr - Autos als Ziel für Hacker ©-asrawolf-Fotolia

Neue Gefahr – Autos als Ziel für Hacker ©-asrawolf-Fotolia

Autoindustrie setzt auf Digitalisierung

Die Autoindustrie setzt auf Digitalisierung. Nicht nur zur Unterhaltung der Passagiere im Innenraum werden immer größere Touchscreens, Bordcomputer und Musikanlangen verbaut. Auch zur technischen Steuerung und Kontrolle von Motor, Bremsen und sonstigen wichtigen sicherheitsrelevanten Antriebsteilen, werden elektronisch steuerbare Helfer verbaut.

Gefahr durch Angriffe von außen

In regelmäßigen Abständen wird in den Medien darüber berichtet, dass sicherheitsrelevante IT-Systeme von Unternehmen angegriffen worden sind. Die Gefahr besteht, dass unbekannte Dritte Kontrolle über die IT-Systeme von sicherheitsrelevanten Unternehmen oder Betreibern kritischer Infrastrukturen erlangen. Die Folgen solcher IT-Angriffe können erheblich sein. Bringen Hacker Autos unter Kontrolle, um diese zum Beispiel über das Internet fernzusteuern, drohen erhebliche Sach- und Personenschäden.

BSI-Präsident macht sich für Cybersicherheit stark

Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, macht sich für ein Mindestmaß an Cybersicherheit stark. Er macht deutlich, dass man nicht nur über die Digitalisierung der Industrie reden dürfe, sondern eben auch die Sicherheit der IT-Systeme im Blick haben müsse.

Autos durch Hacker gehackt

Es gibt bereits Fällen, in denen Autos von außen manipuliert und ferngesteuert worden sind. Fiat Chrysler musste vor einiger Zeit über eine Millionen Fahrzeuge zurückrufen, da es Hackern gelungen war, einen Jeep Cherokee fernzusteuern. Der Autohersteller musste anschließend die aufgedeckten Sicherheitslücken schließen. Ähnliches war Hackern danach auch bei einem Tesla Modell S gelungen. Die Hacker konnten das Elektroauto bei geringer Geschwindigkeit zum Stehen bringen und entriegeln. Die Hacker mussten dafür ihre Geräte jedoch einmalig mit einem Kabel mit dem Fahrzeug verbinden. Auch Tesla hat die Sicherheitslücke geschlossen. Deutlich wird, dass die Möglichkeit von Hackerangriffen auf Autos nicht nur ein theoretisches Problem ist, sondern ein realistisches Risiko.

IT-Sicherheit darf nicht vergessen werden

Auch wenn die immer fortschreitende Digitalisierung enorme Chancen bietet, darf die Sicherheit von IT-Systemen nicht vernachlässigt werden. Privatpersonen und Unternehmen müssen sich darüber bewusst sein, dass die Zahl und die Intensität von IT-Angriffen immer weiter zunehmen. Unternehmen, die Produkte anbieten, die durch manipulative Angriffe von außen enorme Sach- oder Personenschäden verursachen können, müssen in die Absicherung der eigenen IT-Systeme investieren und eingesetzte elektronische Steuerprogramme möglichst umfassend vor Angriffen schützen. (NIH)

Sicher ist das folgende Video interessant:

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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