IT-Recht

Mutter programmiert „ignore no more“ App mit Sperrfunktion für Kinder

Eine Mutter aus den USA hat eine Anti-Ignorier-App entwickelt, mit der sie ihren Sohn zwingt, sich bei ihr zurück zu melden.

Mutter programmiert „ignore no more“ App mit Sperrfunktion für Kinder © SIGNTIME - Fotolia

Mutter programmiert „ignore no more“ App mit Sperrfunktion für Kinder © SIGNTIME – Fotolia

Eltern sind von der neuen „ignore no more App“ – zum Leidwesen der Kinder- begeistert. Oftmals verwenden diese das Smartphone zum Texten und spielen mit Freunden, und weniger um für die Eltern erreichbar zu sein. So dass die Anrufe der Eltern oftmals ignoriert werden. Auch die Amerikanerin Sharon Standifirds hatte dieses Problem mit ihrem Sohn Bradley und programmierte kurzerhand eine App, mit der sie ihren Sohn zwingt auf ihre Anrufe und SMS zu reagieren.
Das Prinzip der App ist simpel: Reagiert der Nachwuchs nicht auf die Anrufe der Eltern, so können diese das Smartphone ihres Kindes aus der Ferne sperren, und zwar über ihr eigenes Handy. Dazu muss die App auf beiden Endgeräten installiert sein. Mit dem gesperrten Handy können die Kinder nur noch ihre Eltern, den Notruf oder andere ausgewählten Nummern anrufen.
Um das Handy wieder freischalten zu können benötigen die Kinder ein Passwort, das nur von den Eltern mitgeteilt werden kann. Eine andere Möglichkeit die Sperre aufzuheben gibt es nicht. Auch das Deinstallieren der App ist nur dann möglich, wenn User-Name, Passwort und Email-Adresse der Eltern eingegeben wird. Sobald allerdings ihr Kind versucht, diese Hürde über den Device-Administrator zu umgehen, werden Sie über das Handy informiert und können die Handy Funktion des Kindes einschränken.

Die App ist seit August im Google Store erhältlich, eine IOS Version gibt es noch nicht ist jedoch in Planung. Bisher hat diese überwiegend positive Bewertungen bekommen- natürlich von Eltern.

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (2)

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  1. Mastergenius [Mobile] sagt:

    Ich halte die App für kontraproduktiv. Kinder brauchen auch ihre Freiräume. Ein Kind, das ständig von seinen Eltern überwacht wird, wird später bestenfalls ein so genanntes „Muttersöhnchen“…

  2. JN TV MEDIA [Mobile] sagt:

    Die app kann man einfach per Windows deaktivieren (denke ich)

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