IT-Recht

Movie2k und Movie4k: Möglicherweise Verbreitung von Viren

Kürzlich wurde gemeldet, dass das Angebot von dem abgeschalteten illegalen Streaming-Dienst Movie2K über das neue Portal Movie4k aufgerufen werden kann. Trotzdem sollten Sie davon Abstand nehmen.

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©-asrawolf-Fotolia

Wie wir bereits berichtet haben, ist das illegale Streaming-Portal Movie 2K seit dem 29.05.2013 nicht mehr erreichbar. Über die Ursachen wird spekuliert. Zuletzt wurde davon ausgegangen, dass vermutlich Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden die Ursache gewesen sind. Seit kurzem soll es jedoch einen Nachfolger geben, der das gleiche Streaming-Angebot bereit halten soll. Es handelt sich um das ebenfalls illegale Portal Movie4K. Wer Movie2K aufruft, soll automatisch auf Movie4K umgelenkt werden.

Movie4k verbreitet womöglich Malware

Zu der Nutzung dieser Streaming-Portale kann jedoch nicht angeraten werden. Denn nach einigen neuesten Meldungen etwa von playnation.de , gamona.de sowie Forum golem.de sollen darüber Viren in Form von schadhafter Software verbreitet worden sein. Dabei soll es sich um den Virus irus iehighutil.exe handeln. Eine offizielle Bestätigung etwa durch das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik steht noch aus. Unter Umständen ist etwa auch denkbar, dass die Verbreitung über Werbebanner erfolgt. Hersteller von Anti Virenschutz Programmen überprüfen derzeit den Wahrheitsgehalt dieser Meldungen. Wir werden Sie diesbezüglich auf dem Laufenden halten.

Juristische Bedenken gegen illegale Streaming-Portale

Aber auch aus rechtlichen Gründen sollten Sie auch als Privatmann lieber keine illegalen Streaming-Seiten nutzen. Denn unter Juristen ist umstritten, ob bereits der reine Konsum von illegalen Streaming-Diensten eine Urheberrechtsverletzung darstellt. Auf jeden Fall machen sich die Betreiber wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung strafbar und können auch zivilrechtlich haften.

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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