IT-Recht

Microsoft protokolliert Skypekonversationen

Microsoft, Inhaber von Skype, soll angeblich – laut AGB Einverständniserklärung der User vorausgesetzt – zumindest im Chatbereich die Konversationen protokollieren.

skype, Microsoft

© IckeT – Fotolia

Die Zugriffe erfolgen von Systemen, die eindeutig Microsoft zuzuordnen sind. Microsoft nutzt bei den Zugriffen sowohl die enthaltenen Anmeldeinformationen als auch die speziell erstellte URL für eine private Dateifreigabe eines Cloud-Dienstes. Auf Nachfrage antwortete Skype mit einer Passage aus seinen Datenschutzrichtlinien: „Skype nutzt gegebenenfalls innerhalb von Sofortnachrichten und SMS automatisiertes Scannen zur Bestimmung von (a) vermutlichem Spam und/oder (b) URLs, die bereits als Spam-, Betrugs- oder Phishing-Links identifiziert wurden.“

Skype begründete die Notwendigkeit dieser Maßnahme um Links zu Spam- und Phishing-Seiten zu filtern. Die Fakten sprechen aber gegen diese Erklärung. Spam- und Phishing-Seiten lauern normalerweise nicht auf https-Seiten. Um Webseiten auf Spam oder Phishing zu untersuchen, müsste Skype jedoch die Inhalte der Seiten überprüfen.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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