IT-Recht

McAfee: Schadsoftware in sozialen Netzwerken

Nach Angaben der US-amerikanischen IT-Sicherheitsfirma McAfee ist das Aufkommen von Schadsoftware (sog. Malware) in sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook seit Beginn des Jahres 2013 massiv gestiegen. So habe in den ersten Monaten des Jahres die Verbreitung des Computerwurms „Koobface“ erheblich zugenommen; auch die Spam-Quote sei dramatisch angestiegen.

Schadsoftware in sozialen Netzwerken   ©-Erwin-Wodicka-Fotolia

Schadsoftware in sozialen Netzwerken
©-Erwin-Wodicka-Fotolia

Das Hauptziel der Verbreitung und des Einsatzes von Malware bestehe darin, Passwörter von Nutzeraccounts der betroffenen sozialen Netzwerke auszuspähen. Laut Bericht von McAfee kommt es besonders häufig zum Einsatz des Wurmes „Koobface“. Der Wurm existiert in verschiedenen Variationen. Seine Verbreitung habe sich in den ersten drei Monaten 2013 im Vergleich zum vorherigen Quartal fast verdreifacht.

„Koobface“ verschickt Nachrichten, die Nutzer von social-media-Netzwerken dazu verleiten sollen, Malware-Websites mit Schadsoftware anzuklicken oder verseuchte Apps zu installieren.

McAfee ist der Ansicht, dass soziale Netzwerke weiterhin die Gefahr schaffen, dass personenbezogene Daten und intime bzw. höchstpersönliche Informationen über die Nutzer mittels Schadsoftware ausspioniert werden. Insofern sollten Internetnutzer nicht nur bei ihren E-Mail-Accounts, sondern auch bei der Nutzung von Twitter, Facebook und anderen Social-Media-Plattformen vorsichtig sein. Insbesondere Nachrichten mit zweifelhafter Herkunft oder zweifelhaftem Inhalt sollte man eine gesunde Skepsis entgegenbringen.

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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