4. Teil: Risiken im Zusammenhang mit Start-up Unternehmen

Mit der Gründung eines Unternehmens sind neben der Chance als eigener Chef seinen Traum zu verwirklichen auch immer Risiken verbunden. Laut einer Statistik ist nur eines von 10 Start-up Unternehmen erfolgreich. Die Gründe, warum ein Start-up Unternehmen scheitern kann, sind vielseitig. Allerdings tauchen bestimmte Konstellationen immer häufiger auf, so dass diese Aspekte schon im Vorfeld bedacht und im besonderen Maße berücksichtigt werden sollten.

Die Geschäftsidee

Nicht selten scheitern junge Start-up Unternehmen bereits aufgrund einer nicht ausreichenden Geschäftsidee. Hierbei ist es möglich, dass die Idee selbst nicht hinreichend durchdacht ist und es gar nicht erst zur Marktreife kommt. Oder aber das die Idee an sich gut durchdacht und bis zur Marktreife ausgearbeitet wurde, sich auf dem Markt jedoch nicht etabliert. Hier ist sehr viel Feingefühl gefragt – die Gründer sollten sich bei diesem Schritt ausreichend Zeit nehmen, die Geschäftsidee auszuarbeiten.

Unstimmigkeiten zwischen den Geschäftspartnern / Gründungsstruktur

Häufig kommt es vor, dass es zu Unstimmigkeiten zwischen den am Unternehmen Beteiligten kommt und das Projekt letztlich daran zerbricht. Hier spielt die Gründungsstruktur eine wichtige Rolle. Je nachdem, welche Unternehmensform gewählt oder welche vertraglichen Bestimmungen zwischen den Gesellschaftern ausgehandelt wurden, bestehen unterschiedliche Mitspracherechte zwischen den Beteiligten bzw. unterschiedliche Entscheidungsorgane. Schon bei Gründung des Unternehmens sollte der Fall bedacht werden, dass sich die Gründer bzw. die am Unternehmen Beteiligten nicht immer einig sein werden. Es sollte daher ein entsprechendes Konzept vertraglich festgehalten werden, wie in diesen Fällen zu verfahren ist, damit das Start-up Projekt nicht aufgrund derartiger Unstimmigkeiten in die Brüche geht. Da den Start-up Gründern häufig die Erfahrung fehlt, welche Gesellschaftsform oder vertragliche Regelung die bestmögliche ist, empfiehlt es sich hierzu den Rat eines Rechtsanwaltes einzuholen.

Finanzierungsschwierigkeiten

Ein Weiterer Knackpunkt vieler Unternehmen sind auftauchende Finanzierungsschwierigkeiten. Es gibt diverse Finanzierungs- als auch Fördermöglichkeiten sowohl aus dem privaten, als auch dem öffentlichen Sektor. Hier sollten sich die Gründer bereits im Vorfeld hinreichend informieren, um alle für sie in Betracht kommenden Möglichkeiten ausschöpfen zu können. Um die erhoffte Finanzierung zu erhalten ist eine gute Vorbereitung von enormer Bedeutung – neben einem guten Konzept und ggf. einem Prototypen sollte auch ein entsprechender Finanzplan ausgearbeitet werden.

Konkurrenz

Die Konkurrenz schläft nicht – ein Grundsatz, der für jede Branche gilt. Je individueller und einzigartiger das neue Produkt, bzw. die neue Dienstleistung ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass nahezu zeitgleich dasselbe Produkt / dieselbe Dienstleistung von der Konkurrenz angeboten wird. Ausgeschlossen werden kann dies jedoch nicht. Ebenso ist es möglich, dass sich Nachahmer finden. Daher sollten frühzeitig die rechtlichen Möglichkeiten in Betracht gezogen werden, wie das Produkt geschützt werden kann. Diesbezüglich werden wir in einem gesonderten Teil noch einmal ausführlich Stellung nehmen.

Sonstige Risiken

Mit dem Start-up Untergang ist auch der Verlust von Arbeitsplätzen verbunden. Dies ist auch den potentiellen Arbeitnehmern bewusst ist, was die Suche und Einstellung neuer Arbeitskräfte verkomplizieren kann.

Fazit

Die Gründung eines Start-up Unternehmens birgt diverse Risiken. Allerdings können einige von ihnen durch eine gute Vorbereitung minimiert werden. Dazu gehört eine effiziente Planung sowie eine rechtliche Absicherung.

Gerne steht Ihnen das Team von WILDE BEUGER SOLMECKE Rechtsanwälte zur Seite, wenn es darum geht, die Gründung Ihres Unternehmens zu planen und vorzubereiten. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung im Bereich des Handels- und Gesellschaftsrechts kennen wir die Risiken und können Ihnen eine umfassende Beratung und Betreuung gewährleisten.

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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