IT-Recht

Internetsucht bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Jugendliche greifen seltener zu Flasche, Zigarette oder Joint – dafür aber nach der Maustaste. Etwa 250.000 14 bis 24-jährige zeigen Anzeichen einer Internetsucht, rund 1,4 Millionen ein problematisches Nutzungsverhalten.

Exzessive Internet- und Computernutzung könnte sich zu einer neuen Suchtform entwickeln, die als eigenständiges psychologisches Krankheitsbild zu betrachten ist, heißt es im aktuellen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung von Mai 2012.  Für den Bericht wurden 14.000 Personen im Alter von 14 bis 64 Jahren telefonisch über ihr Computer- und Internetverhalten befragt.

 

Suchtgefahr: Online-Games

Weibliche Nutzer im Alter von 14 bis 24 Jahren halten sich überwiegend in sozialen Netzwerken auf, eher weniger in Online-Spiel-Plattformen. Junge Männer nutzen ebenfalls soziale Netzwerke, dafür spielen sie wesentlich öfter online. Besondere Belohnungssysteme oder Verknüpfungen mit sozialen Netzwerken bergen ein großes Suchtpotential der Online-Games.

 

Dafür gehen die Zahlen des Tabakkonsums deutlich zurück. Lediglich 12 Prozent der Gruppe der 12 bis 17-jährigen raucht mindestens einmal in der Woche eine Zigarette. Auch der Alkoholkonsum unter Jugendlichen ist rückläufig. Das Komatrinken bei älteren Jugendlichen sei jedoch weiterhin stark verbreitet. Etwa 9,5 Millionen Bürger trinken Alkohol in riskant hohen Mengen. Die Zahl der Drogentoten ist 2011 auf 986 gesunken, das ist der bislang niedrigste Stand.

 

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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