IT-Recht

Google möchte den E-Mail Verkehr zukünftig sicherer gestalten

Der Internetgigant Google versteht die Zeichen der Zeit und hat eine Google Chrome Erweiterung entwickelt und online gestellt. Mit dieser können die Nutzer des Browsers problemlos E-Mails mit OpenPGP signieren und verschlüsseln. Dadurch wird es jedem Internetnutzer möglich sein eine echte Ende-zu-Ende Verschlüsselung nutzen zu können, um damit die Überwachung bzw. Auswertung der eigenen Kommunikation erheblich zu erschweren.

Google möchte den E-Mail Verkehr sicherer gestalten  © Benjamin-Duda-Fotolia

Google möchte den E-Mail Verkehr sicherer gestalten © Benjamin-Duda-Fotolia

Sicherheit spielt für immer mehr Internetnutzer eine wichtige Rolle

Google erkennt das Bedürfnis der Internetnutzer nach mehr Sicherheit bei privater und geschäftlicher E-Mail Kommunikation. Dafür hat das US-amerikanische Internetunternehmen eine Erweiterung für den eigenen Browser Chrome entwickelt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit der sich derzeit noch im Teststadium befindlichen Erweiterung, ist es den Internetnutzern möglich die eigenen E-Mails noch vor dem Versenden direkt im Browser zu verschlüsseln. Die einmal verschlüsselte Nachricht kann dann nur noch mit dem privaten Schlüssel des Empfängers geöffnet werden. Ein Mitlesen oder Auswerten des Inhalts der ausgetauschten E-Mails von Dritten kann dann nicht mehr erfolgen.

Momentan Verschlüsselung nur mit GoogleMail nutzbar

Derzeit ist die Verschlüsselung nur nutzbar für GoogleMail Nutzer. Google selbst plant aber, dass die Verschlüsselung zukünftig auch unabhängig von der Nutzung des eigenen E-Mail Programmes GoogleMail möglich sein soll. Damit sollte es auch den Nutzern anderer E-Mail Dienste möglich sein die eigene Kommunikation einfacher als bisher verschlüsseln zu können.
Interessant ist, dass Google bis dato großes Interesse daran zeigte den E-Mail Verkehr zu analysieren, um so auf den Nutzer abgestimmte Werbung schalten zu können. Möglicherweise sind die Verdienstmöglichkeiten des Branchenprimus in anderen Bereichen aber so hoch, dass in diesem Punkt nunmehr eher dem Wunsch der Nutzer entsprochen werden soll, um die Gefahr einer Abwanderung der Nutzer zu sichereren Diensten möglichst frühzeitig einzudämmen.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (1)

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  1. Flu sagt:

    Wenn man schon darüber berichtet, sollte man auch gleich den Namen des Add-Ons nennen, sonst ist so ein Artikel leider keine große Hilfe.
    Außerdem sollte diese Verschlüsselung (später) nicht nur Nutzern anderer E-Mail-Dienste möglich sein, sondern auch Nutzern anderer Browser. Denn das ist immer noch ein großer Nachteil zu anderen E-Mail-Diensten. Denn die verschlüsseln die Mails „intern“, so dass Absender und Empfänger nicht extra noch eine Erweiterung installieren müssen. Das ist bei Google Mail also gleich ein dreifacher Nachteil. Man muß erstens den selben Browser nutzen (Chrome) und zweitens muß auch der Empfänger das Add-On installiert haben. Und drittens muß man vorher wissen ob der Empfänger wirklich beide Sachen nutzt (Chrome + Add On). Alles völliger Schwachsinn. So nutzt das doch wieder niemand.

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