IT-Recht

Google Cultural Institute: Neue hochauflösende Kameras ermöglichen schnellere Digitalisierung

Google hat neue Kameras für die Digitalisierung von Kunstwerken für das Google Cultural Institute vorgestellt. Das Scannen und Digitalisieren wird zukünftig hochauflösender und schneller möglich sein.

Google Cultural Institute: Neue hochauflösende Kameras ermöglichen schnellere Digitalisierung ©-cirquedesprit-Fotolia

Google Cultural Institute: Neue hochauflösende Kameras ermöglichen schnellere Digitalisierung ©-cirquedesprit-Fotolia

Online-Ausstellung für jeden geöffnet

Google versucht mit dem Cultural Institute Kunst in digitaler Form zu archivieren und gleichzeitig einem weltweiten Publikum zugänglich zu machen. Google gibt im Rahmen von Kooperationsverträgen das nötige Equipment an die Kunsthäuser aus, die die Digitalisierung dann meist in Eigenregie vornehmen. Für Museen und Sammler eröffnen sich in Zeiten knapper öffentlicher Budgets neue Spielräume, um die eigenen Kunstwerke langfristig digital archivieren zu können.

Art Camera – Mehr als eine Kamera

Die neuerdings von Google verwendete Art Camera erfasst die Oberflächenstruktur von Kunstwerken in einer Detailtiefe, die erstaunlich ist. Im Gegensatz zu früher dauert die Digitalisierung nun nicht mehr einen ganzen Tag, sondern nur noch wenige Stunden. Die aufgenommenen Bild-Daten werden nach der Aufnahme zu einem Gigapixel-Bild zusammengesetzt, das auch die kleinsten Details sichtbar macht. Mehr als tausend Kunstwerke können bereits unter der Rubrik Art Camera in Googles Cultural Institute besichtigt werden.

3D-Digitalisierung

So detailreich die neue Art Camera von Google auch arbeitet, kann sie dennoch keine dreidimensionalen Digitalisierungen ermöglichen. Klar ist, dass Google daran arbeitet Digitalisierungsmethoden zu entwickeln, die auch das Scannen von dreidimensionalen Flächen effizient ermöglichen.

Rechtslage an Bildern

Google macht deutlich, dass es sich bei dem Cultural Institute um ein soziales Projekt handelt. Die Rechte an den digitalisierten Kunstwerken verbleiben bei den Rechteinhabern. Auch wenn die Werke von den Rechteinhabern für eine Veröffentlichung in Googles Online-Museum freigegeben werden, erlangt Google keine Nutzungsrechte an den Werken. Auch zwingt Google die Rechteinhaber nicht dazu, dass mit den Google-Kameras digitalisierte Kunstwerke automatisch auch im Cultural Institute gezeigt werden müssen. Darüber hinaus verpflichtet sich Google dazu, dass auf den Seiten des Cultural Institutes keine Werbung angezeigt wird. Für Museen, Stiftungen und Kunstsammler kann eine Zusammenarbeit mit Google also durchaus sinnvoll sein. (NIH)

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

RSSKommentare (0)

Kommentar schreiben | Trackback URL

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:
×