IT-Recht

Facebook – Vorsicht vor falscher Freundschaftsanfrage

Wer bei Facebook erneut eine Freundschaftsanfrage erhält, sollte aufpassen. Ansonsten fällt er leicht auf Betrüger herein.

Facebook – Vorsicht vor falscher Freundschaftsanfrage ©-Erwin-Wodicka-Fotolia

Wie die Freundschaftsanfrage Abzocke bei Facebook funktioniert

Der Nutzer erhält eine Freundschaftsanfrage. Diese stammt anscheinend von einem seiner Kontakte  Sofern er diese akzeptiert, bekommt er eine Nachricht. Der Versender fragt ihn nach seiner aktuellen Handy Nummer. Nach der Mitteilung dieser Nummer erhält er eine SMS mit einem Zahlencode. Der Freund fordert ihn zur Mitteilung des Zahlencodes auf. Bei der nächsten Handyrechnung erlebt der Nutzer eine unangenehme Überraschung. Er erfährt, dass von seinem Konto ein höherer Betrag abgebucht worden ist.

Betrüger plündert Konto des Opfers über Bezahldienst

Diese Abbuchung wurde nicht von seinem Facebook Kontakt, sondern von einem Betrüger vorgenommen. So etwa ist über Bezahldienste wie Zong möglich. Hierfür brauchen die Kriminellen lediglich die Handynummer und den vierstelligen Code. Die Freundschaftsanfrage erfolgte dabei über ein Profil, das dem Profil des jeweiligen Facebook Freundes täuschend echt nachgebildet worden ist. Der Kriminelle verwendet dabei den Namen des jeweiligen Facebook Freundes.

Fazit:

Facebook Nutzer sollten dann hellhörig werden, wenn sie angeblich von einem ihrer bestehenden Facebook Kontakte erneut eine Freundschaftsanfrage erhalten. Am besten fragen Sie hier persönlich unter den Ihnen bekannten Kontaktdaten nach, ob die Anfrage wirklich von ihm stammt. Vor allem aber sollten niemals auf Anfrage eines vermeintlichen Freundes einen per SMS erhaltenen Zahlencode schicken. In diesem Fall können Sie davon ausgehen, dass die Anfrage in Wirklichkeit von einem gerissenen Betrüger stammt. Diese Abzocke ist derzeit leider sehr verbreitet. Sie sollten sich bewusst sein, dass Kriminelle bei Facebook leicht eine Identitätstäuschung begehen können. Um dies zu verhindern, sollten Sie vor allem Ihre Freundschaftsliste für Dritte unsichtbar machen. Sie sollte besser nicht auf „öffentlich“ stehen. Am besten wählen Sie die Einstellung „NUR ICH“. (HAB)

Sicher ist das folgende Video interessant:

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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