IT-Recht

Facebook: Phishing-Nachricht tarnt sich als Abzock-Warnung

Wer bei Facebook eine Nachricht erhält wonach Dritte sein Profil übernommen haben, sollte vorsichtig sein. Es könnte sich um eine Phishing-Nachricht von Kriminellen handeln.

 

 Facebook: Phishing-Nachricht tarnt sich als Abzock-Warnung©-Erwin-Wodicka-Fotolia

Facebook: Phishing-Nachricht tarnt sich als Abzock-Warnung©-Erwin-Wodicka-Fotolia

Neuerdings erhalten Facebook-Nutzer eine Nachricht, die angeblich von einem ihrer Facebook-Freunde stammt. Darin steht, dass Ihr Profil angeblich gehackt worden sei. Um dies zu überprüfen sollen Sie auf einen in der Nachricht befindlichen Link klicken. Wer dem arglos nachkommt der gelangt dem Anschein nach auf seine Startseite bei Facebook und wird dann zur Eingabe der Zugangsdaten aufgefordert.

Nutzer werden auf gefälschte Facebook-Seite gelenkt

Dies sollten Sie jedoch keinesfalls tun. Denn sie sind auf eine Webseite gelangt, die nicht von Facebook, sondern von Kriminellen stammt. Diese möchten durch diesen raffinierten Trick an ihre Accountdaten gelangen, um Zugriff auf Ihren Account bei Facebook durch sogenanntes Phishing zu erhalten.

Worauf Facebook-Nutzer achten sollten

Diese gefälschte Seite können Sie an der im Browsen angezeigten Url erkennen. Am Ende der Url steht „…fb.esy.es“ angegeben während bei der normalen Facebookseite Ihr Profilnamen genannt wird. Darüber hinaus steht bei der richtigen Facebook Seite erst immer „https://www.facebook.com/…“ angegeben.

Fazit:

Sie sollten bei Facebook daher auch aufpassen, wenn Sie Nachrichten bekommen, die anscheinend von Ihren sogenannten Facebook-Freunden stammen. Es könnte sich um Phishing handeln, um Ihren Account auszuspähen. Die Anzahl der Phishing-Attacken hat bei Facebook in letzer Zeit erheblich zugenommen.

Eine andere Masche ist übrigens, dass in der Nachricht eines vermeintlichen Facebook-Freundes eine Notlage vorgetäuscht wird und Sie etwa zur Bestellung von mehreren Paysafekarten aufgefordert werden – und dann die Nummern mitteilen sollen. In diesem Fall haben die Täter auf das Profil Ihres jeweiligen Freundes Zugriff genommen und dieses nachgeahmt. Dies können Sie daran merken, dass dieses Profil zweimal auf Ihrer Freundesliste steht. Skeptisch sollten Sie werden, wenn ein bereits aufgenommener Freund anscheinend noch mal bei Ihnen anfragt.

Wenn Ihnen etwas merkwürdig vorkommt, sollte im Zeifel lieber zurückgefrgt werden etwa über die Ihren bekannte E-Mail-Adressse oder persönlich. Wenn Sie sich auf anonymisierte Zahlungsverfahren wie Ukash einlassen, kann der Empfänger normalerweise nicht ermittelt werden. Kriminelle nutzen dies gerne aus.

(HAB)

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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