IT-Recht

Facebook – Neues Tool gegen Identitätsdiebstahl

Facebook Nutzer werden schnell das Opfer von einem Identitätsdiebsstahl, bei dem Dritte etwa das Foto des Opfers klauen und auch seinen Namen verwenden. Hiergegen ist jetzt wohl das soziale Netzwerk aktiv geworden.

 Facebook – Neues Tool gegen Identitätsdiebstahl ©-Erwin-Wodicka-Fotolia

Facebook – Neues Tool gegen Identitätsdiebstahl ©-Erwin-Wodicka-Fotolia

Facebook soll laut der Nachrichtenseite Mashable zwecks Bekämpfung von Identitätsdiebstahl ein Tool entwickelt haben, dass den Betrügern auf die Schliche kommen soll. In diesem Fall wird der betroffene Nutzer von Facebook benachrichtigt, damit dieser prüft, ob wirklich ein Missbrauch Ihres Kontos erfolgt ist. Allerdings befindet sich dieses Foto-Checkup-Tool noch in der Testphase und derzeit nur in Ländern wie Indien, Südamerika, Afrika und Südostasien verfügbar.

Wie sich Facebook Nutzer gegen Identitätsdiebstahl schützen

Deutsche Nutzer können – und sollten – gleichwohl etwas tun, um sich bereits jetzt gegen Identitätsdiebstahl bei Facebook möglichst zu schützen. Hierzu sollten Sie vor allem Ihre Privatsphäre Einstellungen überprüfen. Dabei sollten Sie darauf achten, welchem Benutzerkreis Sie Ihre persönlichen Informationen in Ihrem Profil sowie Ihrer Chronik zur Verfügung stellen und wer auf Ihre Pinnwand posten darf. Persönliche Daten können vor allem dann missbraucht werden, wenn sie für die Öffentlichkeit sichtbar sind. Weitere interessante Sicherheitstipps finden Sie hier. Selbstverständlich sollten Sie auch über ein aktuelles Virenschutzprogramm auf Ihrem Rechner verfügen. Wenn Sie glauben, dass Ihr Konto bereits gehackt wurde, finden Sie hierzu nützliche Tipps auf den Facebook Hilfeseiten. Über diesen Link können Sie sich auch mit Facebook in Verbindung setzen.

Vorgehen gegen Identitätsdiebstahl bei Facebook

Das Anlegen von Fake-Profilen etwa auf Facebook ist übrigens kein Kavaliersdelikt. In Betracht kommt eine Strafbarkeit wegen Urheberrechtsverletzungen, Stalking, Beleidigung, Verleumdung, üble Nachrede oder Betrug. Darüber hinaus kommen auch zivilrechtliche Ansprüche wegen Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechtes in Betracht. Betroffene Facebook Nutzer können sich gerne mit uns in Verbindung setzen, damit wir auf Wunsch die notwendigen rechtlichen Schritte gegen den Identitätsdiebstahl einleiten.(HAB)

Sicher ist das folgende Video interessant:

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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