IT-Recht

EU- Kommission zum Thema „sicheres Cloud-Computing

EU-Kommissarin Neelie Kroes äußerte sich in einer langem Stellungnahme zum Thema „sicheres Cloud-Computing„ und forderte, dass Europa in dieser Beziehung eine Vorreiterstellung einnehmen und so die führende „vertrauenswürdige Cloud-Region„ werden solle.

EU- Kommission zum Thema "sicheres Cloud-Computing ©-Thomas-Jansa-Fotolia

EU- Kommission zum Thema „sicheres Cloud-Computing ©-Thomas-Jansa-Fotolia

Es scheint als sei der Anlass dafür eine  durch PRISM und die mittlerweile weitreichende Überwachung des Internets verursachte Bedrohung für das Wachstum und den Fortschritt der Technologien.

Kroes sieht einerseits die Gefahr, dass Bürger, Unternehmen und Behörden durch Vorfälle wie die NSA-Affäre von der Nutzung von Cloud- Diensten abrücken könnten und bemerkt zum anderen eine unerwünschte  Entwicklung zu nationalen oder gar regionalen Cloud-Angeboten, die dem solchen Diensten eigentlich zugrundeliegenden Gedanken von einem internationalen IT-Angebot zuwiderlaufen.

Benutzer müssten – so fordert Kroes –  auf Anhieb das Angebot eines Dienstes erkennen können. Diese Transparenz soll bewirken, dass der Nutzer erkennen kann, was der Anbieter verspricht und ob er diese Zusagen auch erfüllt.

Diese Schaffung von mehr Transparenz und hohen Standards sei ein notwendiger Schritt, um das Vertrauen der Nutzer in solche Dienste wieder erstarken zu lassen.

Insbesondere sei die Schaffung von Klarheit im Bezug auf die Möglichkeit des behördlichen Zugriffes auf Daten von Nöten.

Dass hierbei Geheim- und Sicherheitsdienste ein berechtigtes Interesse an dem Zugang zu solchen Daten habe, stehe nicht zur Debatte. Jedoch sei es dringend notwendig, dass auch diese insbesondere bei grenzüberschreitenden Vorgängen klaren Regeln zu folgen hätten.

Außerdem sieht Kroes Chancen und Risiken des so zustande kommenden Datenverkehrs. Sie warnt davor, dass Schüssel und Passwörter entwendet und Algorithmen geknackt werden könnten. Jedoch sieht sie gleichzeitig durchaus die Möglichkeit, dass  auf Europaebene innovative Verfahren der Verschlüsselung zum Schutz vor unerwünschtem Zugang  von Cloud-Daten entwickelt werden können.

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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