IT-Recht

Eklatante Sicherheitslücken in Zwangsroutern von Vodafone/Kabel Deutschland

Ein Großteil der Menschen nutzt seine Freizeit um im Internet zu surfen. Dabei machen sie sich häufig wenig Gedanken über die Sicherheit ihrer Daten. Aus gegebenem Anlass sollten Kunden von Vodafone/Kabel Deutschland ihr Verhalten nochmals überdenken, denn bis zu 1,3 Millionen Router im Kabel-Netz von Vodafone sind über WLAN angreifbar.

Eklatante Sicherheitslücken in Zwangsroutern von Vodafone/Kabel Deutschland ©-asrawolf-Fotolia

Eklatante Sicherheitslücken in Zwangsroutern von Vodafone/Kabel Deutschland ©-asrawolf-Fotolia

Komfort führt zu Unbehagen

Berichten zufolge weisen zwei der vom Anbieter eingesetzten Zwangsrouter kritische Sicherheitslücken auf. Danach kann ein Hacker sich Zugriff auf das WLAN verschaffen und darüber nicht nur mitsurfen, sondern auch Datenverkehr mitlesen sowie die Rechner der Kunden attackieren.

Zum Einstieg dient den Angreifern das sog. WPS (Wi-Fi Protected Setup). Das WPS soll dem Nutzer das Einwählen in sein Internet vereinfachen und beschleunigen. Eine weitere Spielart von WPS ist die sogenannte WPS-PIN-Methode, bei der man statt des Passworts lediglich eine achtstellige PIN eingeben muss. Der WLAN-Client erhält anschließend vom Router das WLAN-Passwort, mit dem er die Verbindung herstellen kann. Genau dieser PIN macht das W-LAN angreifbar, denn die voreingestellte WPS-PIN wird von der MAC-Adresse des WLAN-Schnittstelle abgeleitet. MAC- Adressen sind im Klartext, d.h. jeder in Funkreichweite kann sie lesen.

Vodafone wird aktiv

Der Provider verspricht, die Lücken mit Firmware-Updates zu schließen. Dazu wurden bei den Router-Herstellern Firmware-Updates eingefordert, welche die Sicherheitsprobleme durch das Abschalten der verwundbaren Funktion beseitigen sollen. Das Verteilen der Updates hat laut Vodafone bereits angefangen. Der Abschluss des gesamten Prozesses kann sich jedoch noch bis Jahresende hinziehen. Die Zahl von 1,3 Millionen Betroffenen ist keine Kleinigkeit. Selbst für das britische Unternehmen Vodafone nicht, das einer der ganz großen Internetanbieter ist.

Entspannung ist gut, aber man sollte sich seiner Wohlfühloase mit extra Komfort nicht zu sicher sein. (S.A.)

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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