IT-Recht

Bushido-Skandalvideo: Razzia wegen „Stress ohne Grund“

Gegen den Gangsta-Rapper Bushido hat jetzt die Staatsanwaltschaft Berlin Ermittlungen eingeleitet. Grund dafür sind nicht hinnehmbare Äußerungen in dem Video „Stress ohne Grund“. Bushido muss wegen dem Songtext mit ernsten strafrechtlichen und zivilrechtlichen Folgen rechnen.

Bushido-Skandalvideo: Razzia wegen „Stress ohne Grund“ © arahan-Fotolia

Bushido-Skandalvideo: Razzia wegen „Stress ohne Grund“ © arahan-Fotolia

Wie wir bereits berichtet haben, hat das Video von Bushido mit dem Titel „Stress ohne Grund“ für heftige Empörung gesorgt.

Musik CD „NWA“ wurde auf Index gesetzt

Wegen seines Inhalts wurde die zugehörige Musik CD „NWA“ des Interpreten Shindy bereits vor etwa zwei Wochen von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien vorläufig auf den Index gesetzt. Dies geschah im Wege der einstweiligen Anordnung. Begründet wurde das damit, dass der Songtext von Bushido bei „Stress ohne Grund“ jugendgefährdend sei, weil er unter anderem zu Gewalttätigkeiten anreize und Homosexuelle sowie Frauen diskriminieren würde.

Bushido: Staatsanwaltschaft durchsucht Büro

Nach mehreren Meldungen in den Medien hat die Berliner Staatsanwaltschaft am 31.07.2013 wegen des Songs „Stress ohne Grund“ das Büro von Bushido durchsucht. Dabei sollen „umfangreiche Unterlagen“ sowie Datenträger beschlagnahmt worden sein. Begründet wurde die Razzia damit, dass gegen Bushido der Verdacht der Volksverhetzung, der Gewaltverherrlichung sowie der Beleidigung bestehen würde.

Betroffene sollten sich wehren

Wie wir bereits näher ausgeführt haben, kommt hier auch nach unserer Rechtsauffassung zumindest der Straftatbestand der Beleidigung in Betracht. Die Grenze zur Kunstfreiheit wurde durch die Äußerungen von Bushido in dem Songtext „Stress ohne Grund“ eindeutig überschritten. Die Betroffenen sollten sich das nicht bieten lassen und rechtliche Schritte gegen Bushido erwägen. Sie sollten die Abgabe einer Unterlassungserklärung und Schadensersatz fordern.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (2)

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  1. Zante sagt:

    ich denke man sollte diesem nicht integrationswilligen Straftäter die Staatsbürgerschaft aberkennen
    und ihn ausweisen
    solche „Menschen“ brauchen wir hier nicht

  2. Peter sagt:

    Lass ihn doch machen? Is‘ nur Musik…gibt schlimmeres 🙂

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