IT-Recht

Bösartiger Erpressungstrojaner Popcorn Time im Umlauf

Der neue Erpressungstrojaner Popcorn Time hat es in sich. Er versucht seine Opfer auf miese Weise auszunutzen.

 Bösartiger Erpressungstrojaner Popcorn Time im Umlauf ©-Erwin-Wodicka-Fotolia

Bösartiger Erpressungstrojaner Popcorn Time im Umlauf ©-Erwin-Wodicka-Fotolia

Bei dem Erpressungstrojaner Popcorn Time handelt es sich laut Bleeping Computer um eine Software, die auf dem Rechner zahlreiche Daten verschlüsselt. Dies gilt vor allem für Dateien, die sich in den Ordnern Eigene Dateien, Eigene Bilder, Meine Musik sowie auf dem Desktop des Rechners befinden. Dem Nutzer wird damit gedroht, dass diese Daten innerhalb von einer Woche gelöscht wwird.

Erpressungstrojaner Popcorn Time: Lösegeld zahlen oder „freikaufen“

Dies soll er auf zweierlei Weise verhindern können. Entweder zahlt er ein Lösegeld in Höhe von 740,- Euro. Oder er soll die Rechner von zwei weiteren Nutzern mit einer über einen Link abrufbaren Erpressungssoftware infizieren. Wenn das geklappt hat und die weiteren Nutzer das Lösegeld gezahlt haben, soll er angeblich den Entschlüsselungscode erhalten.

Fazit:

Wer ein Opfer von dem Erpressungstrojaner Popcorn Time geworden ist, sollte sich auf beide Möglichkeiten nicht einlassen. Das gilt auch für die Verbreitung dieser Erpressungssoftware auf weitere Rechner. Denn Sie machen Sie dadurch zum Handlanger von Kriminellen. Sie müssen damit rechnen, dass sie strafrechtlich verfolgt werden. Dadurch können Sie sich etwa wegen Erpressung nach § 253 StGB, wegen Datenveränderung nach § 303a StGB sowie wegen Computersabotage nach § 303b StGB strafbar machen. Darüber hinaus gehen Sie das hohe Risiko ein, dass die Kriminellen ihr Versprechen nicht einhalten.

Wie die Verbreitung von dem Erpressungstrojaner Popcorn Time erfolgt, ist bislang nicht bekannt. Möglich ist das etwa über manipulierte Webseiten, Dateianhängen in E-Mails oder Links in Facebook-Postings. Am besten schützen Sie sich durch eine aktuelle Antivirensoftware und ansonsten im Internet vorsichtig sind. Riskant sind etwa Webseiten mit illegalen Downloads. Betroffene finden nützliche Tipps unter polizei-praevention.de sowie in einem Ratgeber des Bundesamtes für die Sicherheit in der Informationstechnik zur sogenannten Ransomware. Der Erpressungstrojaner Popcorn Time hat übrigens nichts mit dem Raubkopierportal Popcorn Time zu tun. (HAB)

Sicher ist das folgende Video interessant:

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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