IT-Recht

Achtung Smartphone-Besitzer: Fake DHL SMS enthält Trojaner

Wer eine SMS auf seinem Smartphone vorfindet, die angeblich von DHL stammt, sollte aufpassen. Es könnte sich um eine gefälschte SMS handeln, mit der ein Trojaner auf Ihrem Smartphone installiert werden soll. Es droht eine dreiste Abzocke.

 

In dieser Fake SMS wird mitgeteilt, dass der Smartphone-Besitzer angeblich ein Paket von DHL erhalten haben soll. Dabei wird er aufgefordert, zum Erhält von näheren Infos über den Verlauf der Sendung auf den in der Nachricht befindlichen Link zu klicken. Die Betätigung des Links führt dazu, dass eine App auf Ihr Smartphone heruntergeladen und ein Trojaner installiert wird. Dies hat zur Folge, dass das Telefonbuch ausgespäht wird und SMS mit gleichförmigem Inhalt an Ihre Kontakte verschickt werden. Darüber hinaus werden Telefonverbindungen zu Mehrwertdiensten aufgebaut, ohne dass dies die Handybesitzer mitbekommen. Die böse Überraschung folgt dann, wenn die Betroffenen eine hohe Rechnung erhalten. Diese kann im dreistelligen Bereich liegen.

Wodurch Fake DHL SMS auffällt

Diese Fake SMS zeichnen sich dadurch aus, dass sie angeblich von einer gewöhnlichen Handynummer stammen und der Empfänger mit persönlicher Anrede angesprochen wird. Auffällig ist allerdings, dass die Nachricht in einem unzulänglichen Deutsch verfasst worden ist.

Wie sich Smartphone-Besitzer vor Trojanern schützen können

Wichtig ist, dass Besitzer von Handys oder Smartphones bei SMS von unbekannten Absenderen oder mit suspektem Inhalt vorsichtig sind. Denn diese sind häufig nicht nur als lästiger Spam, sondern enthalten Malware, z.B. in Form von einem Trojaner. Keinesfalls sollte auf in der Nachricht vorhandenen Links geklickt oder Dateien heruntergeladen werden, die etwa einen Abholschein enthalten sollen. Wer sich gegen derartige Attacken schützen will, sollte sein Smartphone mit einem Virenscanner versehen und darüber hinaus bei Mobilfunkanbieter eine Drittanabietersperre einrichten lassen.

Es sind derzeit noch weitere gefälschte SMS unterwegs, die angeblich von weiteren bekannten Unternehmen stammen.  Eine solche gibt es etwa auch vom „Google Service“.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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