IT-Recht

Achtung: Abzocke durch Anruf von angeblichen Datenschützern

Kriminelle haben eine neue Masche entdeckt, um Verbraucher etwa in eine Abofalle zu locken oder sie zu der Preisgabe von Ihren persönliche Daten zu verleiten.

 

Wer überraschenderweise angerufen wird und um die Preisgabe von persönlichen Daten oder Geld gebeten wird, sollte misstrauisch werden. Dies gilt gerade auch dann, wenn sich derjenige als offizielle Stelle ausgibt.

 

Die Anrufer behaupten am Telefon, dass sie bei einer staatlichen Datenschutzorganisation tätig sind. Dabei geben sie sich etwa als „Verwaltungszentrale für Datenschutz“, „Bundesdatenschutzzentrale“ oder „Bundes- bzw. Landesdatenschutzamt“ aus. Sie versprechen, dass die eigenen Daten etwa bei unseriösen Adresshändlern gelöscht würden oder man Hilfe erhalte, aus aufgedrängten Verträgen wieder herauszukommen. Dafür werden Gebühren oder auch der Abschluss eines Zeitschriftenabonnements verlangt. Besonders raffiniert: Zuweilen wird die Nummer einer echten Datenschutzbehörde auf dem Display Ihres Telefons angezeigt.

 

In dieser Situation sollten Sie sich die angezeigte Rufnummer notieren und das Gespräch beenden. Keinesfalls sollten Sie am Telefon persönliche Daten wie die Kontoverbindung preisgaben. Eventuell suchen Sie sich im Anschluss daran die Nummer einer echten Datenschutzbehörde selbst heraus und rufen dort an.

 

Wer auf einen derartigen Anruf hereingefallen ist und in eine Abofalle geraten ist, sollte nicht in Panik verfallen. Möglicherwiese ist er überhaupt keine vertragliche Verbindlichkeit eingegangen. Trotzdem sollten Sie sich in einem Schreiben an das Unternehmen wenden und auf die Sachlage hinweisen. Darüber hinaus sollten Sie hilfsweise einen möglichen Vertragsschluss widerrufen.

 

Sehen Sie hierzu unser Video:

 

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (2)

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  1. ORPHEUMFilm [Mobile] sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren

    Nur ein Hinweis;
    Mag es sein, dass Ihnen auf der ‚Moglicher-Wiese‘ ein ‚k‘ abhanden gekommen ist? Sie schreiben: (Zitat:““) „Möglicherwiese ist er überhaupt eine vertragliche Verbindlichkeit eingegangen“ – sollte es nicht eher KEINE heißen? (den IE Dreher zu maulen wäre popelig – aber keine und eine ist schon nicht unwichtig – finde ich…)
    Sollte ich den Sinn des Satzes falsch gelesen und damit Unrecht haben, bitte den Kommentar einfach löschen – Vielen Dank und liebe Grusse 😉
    P.S.: an meiner Begeisterung für die großartige und extrem informative App kann ein Tippfehler nicht rütteln !!

  2. jens sagt:

    „Trotzdem sollten Sie sich in einem Schreiben an das Unternehmen wenden und auf die Sachlage hinweisen. Darüber hinaus sollten Sie hilfsweise einen möglichen Vertragsschluss widerrufen.“ Toll, natürlich verraten die dem Geneppten auch noch ihre Anschrift? Nein, die Nummer die angezeigt wird ist entweder bei Rückruf nie erreichbar, oder die Nummer ist gefälscht, oder ganz neu, das Call-Center mietet sich eine Nummer im Ausland. Da hilft nur, wenn die zum wiederholten male anrufen, los poltern: „Wenn sie mich noch mal belästigen bekommen sie einen blauen Brief von der Bundesnetzargentur!“
    Dann werden die plötzlich sehr höflich. Ab und zu kann man dann sich tatsächlich beschweren.
    Blos nix ans Bein quasseln lassen!

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