Internetrecht

Yahoo plant mit Google eine End-to-End-Verschlüsselung für E-Mails

Yahoo und Google planen bis zum Ende nächsten Jahres eine End-to-End-Verschlüsselung für alle E-Mail-User einzuführen. Die Verschlüsselung soll für die Anwender weitestgehend transparent und so einfach wie möglich zu Nutzen sein.

  Yahoo plant mit Google eine End-to-End-Verschlüsselung für E-Mails ©-Thomas-Jansa-Fotolia

Yahoo plant mit Google eine End-to-End-Verschlüsselung für E-Mails ©-Thomas-Jansa-Fotolia

Yahoo stand lange in Punkto Sicherheit als Nachzügler hinter seinen Konkurrenten. Das soll sich nun durch die Einführung der End-to-End Verschlüsselung ändern. Yahoo möchte dabei das gleiche Plugin verwenden, dass Google vor kurzem veröffentlicht hat. Damit sollen die beiden Dienste in Zukunft völlig problemlos verschlüsselte E-Mails untereinander austauschen können. “Unser Ziel ist die vollständige Kompatibilität mit Gmail”, erklärte Alex Stamos, Yahoos Chief Information Security Officer, während seines Vortrags auf der Black Hat-Konferenz in Las Vegas am letzten Donnerstag. Aber auch mit anderen Mail-Diensten sollte eine sichere Kommunikation durch die OpenPGP-Standards auf dem das Plugin basiert möglich sein.

Eine weitere Sicherheitsverbesserung ist die Einführung von HSTS (http Strict Transport Security) das auf Webseiten ermöglicht, dem Browser des Nutzers mitzuteilen, dass sie ausschließlich über eine verschlüsselte Verbindung kommunizieren wollen. Das Konzept schafft Transparenz, indem es ein System von öffentlichen Logs beinhaltet, in welchem alle Zertifikate aufgeführt sind, die von verschiedenen Zertifikatsstellen herausgegeben wurden. So könne dies ein weiterer Schutz vor Attacken sein sowie vor gefälschten Websites oder vor Man-in-the-Middle-Angriffen.

Die meisten Systeme der Mailverschlüsselung basieren auf der Annahme, dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in einem E-Mail-Programm wie Outlook oder Thunderbird stattfindet. Auch die deutschen Provider, setzten immer mehr auf das System Transportverschlüsselung, ein Beispiel dafür ist die Kampagne E-Mail Made in Germany.

Am wichtigsten also ist, dass die Anwender damit eine sichere und private Kommunikation nutzen können, ohne Spionage fürchten zu müssen und dabei ist es zum Glück egal, wie technikerfahren die Anwender sind.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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