Internetrecht

Vorsicht: Phishing- Attacke auf Steuerzahler durch angebliche Mail vom Bundesfinanzministerium

Wer durch eine anscheinend vom „Bundesministerium für Finanzen“ stammende E-Mail wegen einer Steuernachzahlung zur Angabe seiner Kontonummer aufgefordert wird, sollte dem keinesfalls nachkommen. Es handelt sich um Kriminelle, die Ihr Konto abzocken wollen.

Phishing-Attacken immer Internet nehmen immer schlimmere Formen an. Neuerdings kursiert eine E-Mail, die angeblich einen Änderungsbescheid vom „Bundesministerium der Finanzen“ enthält. Dem Empfänger wird mitgeteilt, dass er zu viel Steuern bezahlt haben soll. Allerdings gibt es das Geld nicht automatisch zurück. Der betroffene Steuerzahler soll ein angehängtes Formular zurücksicken, auf dem sensible Kontodaten abgefragt werden, wie Kontoverbindung, Kreditkarte, Passwort. Eine telefonische Nachfrage sei angeblich nicht möglich.

 

Das Bundesministerium für Finanzen weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei um eine Fälschung handelt. Daher dürfen Sie als Steuerzahler nicht nachgekommen. Es handelt sich um Betrüger, die an Ihr wohlverdientes Geld wollen.

 

Auffällig ist zunächst einmal, dass der Bescheid vom Bundesfinanzministerium stammen soll. Dabei werden derartige Bescheide nur vom örtlich zuständigen Finanzamt verschickt. Darüber hinaus werden solche amtlichen Schreiben niemals per E-Mail, sondern immer mit der Post zugesendet. Schließlich kann man bei Behörden immer anrufen, wenn Fragen aufkommen. Soweit Ihnen Zweifel kommen, sollten Sie von dieser Möglichkeit immer Gebrauch machen.

 

Quellen:

 

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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