Internetrecht

Virtuelle Kinderpornografie in Second Life

Die niederländische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Kinderpornografie im Onlinespiel «Second Life». Und sie muss die Frage klären, ob «Sex mit virtuellen Kindern» strafbar ist.
In dem Onlinespiel «Second Life» geschehen auch Verbrechen. Die niederländische Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen die Urheber virtueller Kinderpornografie. Es lägen bereits mehrere Strafanzeigen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vor, sagte eine Staatsanwältin im niederländischen Fernsehen. Laut einem Bericht des Fernsehmagazins «Netwerk» gibt es in der computeranimierten Welt Plätze, an denen «Sex mit virtuellen Kindern» angeboten wird.

Die Staatsanwaltschaft wolle nun Musterprozesse führen. Es gelte zu entscheiden, ob die Justitz auch virtuelle Straftaten ahnden könne. Handelt es sich um Kinderpornografie, wenn sich hinter einer virtuellen Spielfigur (Avatar) in Gestalt eines Kindes ein Erwachsener verbirgt? Quelle: Netzeitung

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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