Internetrecht

ULD: Facebook Abstimmung über Nutzungsbedingungen ist eine Farce

Die Aufforderung von Facebook zur Teilnahme an einer erneuten Abstimmung über die Nutzungsbedingungen ist gegenüber den Nutzern eine Frechheit. Diese Ansicht vertritt jetzt auch der Schleswig-holsteinische Datenschützer Thilo Weichert.

 

Er verweist in einer aktuellen Pressemitteilung zu Recht darauf, dass diese Abstimmung den Nutzern im Grunde keine wirkliche Alternative anbietet. Sowohl die bestehenden als auch die vorgesehenen Nutzungsbedingungen von Facebook verstoßen gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen. Facebook nimmt dabei billigend in Kauf, dass der Großteil der Nutzer gar nicht an der Abstimmung teilnimmt oder dagegen protestiert. Auf eine Bekanntgabe an alle Nutzer wird wieder einmal verzichtet- was bereits oft heftig kritisiert worden ist.

 

Aus diesem Grunde empfiehlt auch Thilo Weichert, dass man gar nicht abstimmen sollte. Aber man sollte dagegen auf der betreffenden Seite Facebook Site Governance protestieren.

 

Die Pressemitteilung des Unabhängigen Datenschutzzentrums des Landes Schleswig-Holstein (ULD) kann hier vollständig nachgelesen werden.

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (2)

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  1. steven sagt:

    Facebook müssen endlich die Fäden gezocken werden!!! Dieser blöde Verein

  2. DJKaito [Mobile] sagt:

    deswegen poste ich fast nix in Facebook außer es ist meine Fanseite! Da geht man lieber aus alte MySpace oder in die Vz. Netzwerke, die sind wenigstens 90% sicherer!

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