Internetrecht

Studie: Musik-Streaming im Internet immer beliebter

In Deutschland werden immer stärker Musik-Streaming-Angebote genutzt. Dies geht aus einer Studie des Hightech-Verbands Bitkom hervor. Insgesamt nutzen mehr als 12 Millionen Bundesbürger die Angebote von Napster, Aupeo und Co , 4,5 Millionen Deutsche nutzen diese Seiten sogar mehrfach pro Woche, so die Meldung der Bitkom. 

Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf sagte dazu: „Der Trend geht auch in der Musik immer stärker weg vom Besitz von CDs oder Dateien und hin zur reinen Nutzung. Streaming stellt für Musikliebhaber ein attraktives Angebot dar, bei dem außerdem keine urheberrechtlichen Probleme auftreten.“

Bei Musik-Streaming –Diensten werden die Songs in der Regel nur fürs direkte Hören übertragen und nicht auf dem eigenen Rechner gespeichert. Ein Angebot, das längerfristig mehr Zulauf finden könnte – momentan kennen nur rund ein Drittel der Internet-User die entsprechenden Seiten, so die Studie der Bitkom. Bei der Studie wurden Internetradios oder Video-Plattformen nicht als Streaming-Anbieter verstanden.

Streaming-Angebote profitieren von Einigung zwischen GEMA und Bitkom

Seit einigen Monaten steigt zudem die Zahl der Seiten, bei denen Flatrates für das Musik-Streaming angeboten werden. Für einen Pauschalbetrag kann man aus dem Repertoire beliebig viele Titel hören, mittlerweile gibt es oftmals auch die Option, Offline-Playlisten zu erstellen, wodurch man Songs hören kann, auch wenn keine Internetverbindung besteht. Gab es 2011 nur drei Angebote, die dies ermöglichten, sind es nun bereits zehn.

Diese Entwicklung ist auf die Einigung zwischen der Bitkom und der Verwertungsgesellschaft Gema im vergangenen Dezember zurückzuführen, bei der die Lizenzierung von Urheberrechten für Streaming-Angebote geregelt wurde. „Die Einigung zwischen BITKOM und Gema für Streaming-Angebote hat deutschen Kunden endlich auch Zugang zu vielen international bereits etablierten Anbieter verschafft“, so Kempf.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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