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Solide Finanzlage beim BR 2010

Trotz einer finanziell schwierigen Phase hat der Bayerische Rundfunk im Jahr 2010 einen Überschuss von 4 Millionen Euro erzielt. Dies ist dem vom BR-Rundfunkrat genehmigten Jahresabschluss und der Wirtschaftsrechnung 2010 zu entnehmen.

Da bei der gesamten ARD die Gebührenaufkommen rückläufig sind, ist auch der BR angehalten ein umfangreiches Sparprogramm zu realisieren. Von der angestrebten Rundfunkgebühren-Umstellung auf Haushaltsabgaben ab 2013 erwartet die ARD eine stabilere Finanzlage, auch wenn die Auswirkungen der Umstellung noch nicht eindeutig eingeschätzt werden können.

Das Ergebnis der Finanzrechnung des BR beläuft sich auf 19,5 Millionen Euro, der Bilanzverlust in der Abrechnung des Wirtschaftsplans beträgt 15,5 Millionen Euro, woraus sich der Überschuss von 4 Millionen ableitet.

 

Sparsame Haushaltsführung

Der leichte Überschuss ist das Ergebnis einer umsichtigen und sparsamen Haushaltsführung. Seit 2010 sind die Programmetats eingefroren bzw. im Fernsehen um 10 Millionen Euro gesenkt, um u. a. Kostensteigerungen innerhalb der Branche auszugleichen. Ingesamt entsprachen die Aufwendungen für Programm- und Sachkosten denen von 2009, trotz Finanzierung der Sportgroßereignisse 2010.

Die BRmedia GmbH konnte zudem ihre Umsatzerlöse um 6 Millionen Euro gegenüber des Vorjahres auf 54,3 Millionen Euro steigern und trug so ebenfalls zum BR-Ergebnis bei. Grund für die Steigerung ist das wieder anziehende Werbegeschäft.

Verwaltungsdirektor Lorenz Zehetbauer ist zuversichtlich, bei Fortführung dieser restriktiven Haushaltsführung, unveränderten Rahmenbedingungen und bei Einsatz aller liquiden Mittel die Gebührenperiode 2009 bis 2012 und voraussichtlich das Jahr 2013 auch ohne Beitragsanpassung zu finanzieren, so die Meldung des BR.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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